"Copacabana" in Nettetal

Kurzkritik: Witzige Impro-Comedy mit den Copa-Boys

Jünter, Jötz und Jürjen (ohne Ruhrpottslang: Günter, Götz und Jürgen) sind die drei Jungs von der Copacabana. Im Radio bei WDR2 ist das Trio mit seinem Stammtisch-Geplauder, das stets mit „Klingt interessant.“ – „Isses aber nicht“ endet, ein Comedy-Erfolg.

Jetzt touren Uli Winters (Jünter), Tobias Brodowy (Jötz) und Henning Bornemann (Jürjen) durch den Westen. Ein Stehtisch, zwei aufblasbare Palmen und ein Flamingo-Schwimmring sorgten vor rund 150 Zuschauern in der Werner-Jaeger-Halle für Kneipen-Flair. Viele mögen sich vorab gefragt haben: Kann der pointierte, improvisierte Witz live klappen? Nach knapp zwei Stunden weiß man: „Klingt witzig. Isses meistens auch.“ Die drei erklärten zunächst ihre Technik: Eine Idee, ein Einstiegssatz für Jötz (stets mit Fahrradhelm) und nach Hawaiihemd-Jürjens stets hektischem „Hab ich was verpasst?“ wird geplaudert. Was fürs Radio zusammengeschnitten wird, entwickelt sich auf der Bühne zum mal mehr, mal weniger unterhaltsamen Geplänkel. Stichwörter aus dem Publikum wie Rolltreppe, Fettabsaugen oder kaputte Waschmaschine werden wie ein Ball zwischen den Dreien hin- und hergeworfen, viele Punktlandungen inklusive. Höhepunkte: die fiktiven Biografien der Protagonisten, der „Klingt interessant, isses aber nicht“-Song, die Adaptation der „Sendung mit der Maus“ und als Zugabe ein Rollenwechsel.⇥busch-

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