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CDU und SPD wollen keine automatischen Poller für die sanierte Fußgängerzone Josefstraße in Nettetal-Breyell

Breyell : Schwerlastverkehr aus Fußgängerzone heraushalten

Die Verwaltung soll prüfen, wie das neue Pflaster in der sanierten Josefstraße in Breyell möglichst lange erhalten werden kann.

Eigentlich sollte der Betriebsausschuss des Nette-Betriebs den Vorschlag der Verwaltung zur Sanierung der Fußgängerzone Josefstraße nur „zur Kenntnis nehmen“. Doch war er mit einem gewichtigen Teil nicht einverstanden, sodass die Entscheidung nun dem Stadtrat zugeschoben wurde.

Für 245.000 Euro sollen auf rund 3500 Quadratmetern die Fugen des Natursteinpflasters in der Fußgängerzone neu versiegelt werden. Was in den 1970er-Jahren in „ungebundener Bettung“ verlegt wurde, ist heute nicht mehr Stand der Technik und weist auch entsprechende Beschädigungen auf, weil hin und wieder auch Fahrzeuge den Bereich (Josefstraße und Jupp-Busch-Straße) nutzen (müssen). 2014 waren vier Probeflächen mit unterschiedlichem Mörtel neu verfugt worden – zwei sind heute noch „weitestgehend ohne Schäden“. Eine Garantie, dass die Neuverfugung auf ewig hält, will niemand geben. So geht die Stadt ein gewisses Risiko ein.

Dessen war sich der Betriebsausschuss durchaus bewusst, das wollte er in Kauf nehmen. Nur meldeten SPD und dann auch die CDU Bedenken beim Vorschlag der Verwaltung an, die Lebensdauer der „neuen“ Josefstraße dadurch zu erhöhen, dass sie durch Poller an der Einmündung der Jupp-Busch-Straße gesperrt werde. Es sollten automatische Poller sein, die aber Leicht-Lieferwagen (etwa Paketdienste) mit spezieller Genehmigung erlauben würden, die Straße kurzfristig zu befahren. Die Kosten von 50.000 Euro wollte die Verwaltung durch die Reduzierung der Sanierungsfläche um 1000 Quadratmeter herausholen, also „ohne die Jupp-Busch-Straße“, wie Bauhofbetriebsleiter Ronald van Zanten erläuterte.

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Sowohl Hans Vyver (SPD) als auch Thomas Zündel (CDU) hielten von den automatischen Pollern nichts. Zündel beobachte zudem am Sitz seiner Versicherungsagentur in Dülken, „das solche Poller die halbe Zeit nicht funktionieren“. Außerdem monierte er die Reduzierung der Sanierungsfläche um fast ein Drittel. Nach längerer Debatte erhielt die Verwaltung dann den Auftrag, nach einer Lösung zu suchen, wie der Schwerlastverkehr auch ohne Poller aus der Josefstraße herausgehalten werden kann. Die soll der Stadtrat dann am 16. Mai beurteilen.