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Nettetal: CDU lehnt Sekundarschule ab

Nettetal : CDU lehnt Sekundarschule ab

Der in der Verwaltung ausgearbeitete Vorschlag, die Gesamtschule um einen Zug und auch die Oberstufe zu erweitern, sei "ideal". So bleibe das gegliederte Schulsystem auch mit Real- und Hauptschule in Nettetal erhalten.

Die CDU lehnt die Forderung von SPD, Grünen, ABK und WIN nach einer Sekundarschule in Nettetal ab. Die vier Fraktionen wollen Eltern über die mögliche Alternative zur Haupt- und Realschule informieren. Der CDU-Stadtverband wirft ihnen vor, sie schlügen "die Möglichkeit zu einer sachgerechten und flexiblen Lösung aus". Sie gingen "ohne Not vermeidbare Risiken ein und verpassen damit die Chance, zu einem Nettetaler Schulfrieden beizutragen".

Im Juli hatten CDU und FDP die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob die Gesamtschule um zwei Züge erweitert werden könnte. Die Hauptschule Lobberich soll auslaufen, die Haupt- und die Realschule in Kaldenkirchen sollen bleiben. Die Verwaltung schlägt nun vor, die Gesamtschule um einen Zug zu erweitern. Nach drei Anmeldeverfahren, im Jahr 2016, sollen die Auswirkungen geprüft werden.

Nach Auffassung der CDU hat die Verwaltung auf Empfehlung des Beratungsunternehmens Dicura "einen Vorschlag unterbreitet, der in geradezu idealer Weise geeignet erscheint, die Interessen aller Beteiligten im Sinne eines Schulkompromisses zusammenzuführen." Die Gesamtschule müsse nicht auf zwei Standorte verteilt werden. Im Jahr 2016 könne "aufgrund des bis dahin wesentlich konkreter bekannten Schülerrückganges im Rahmen einer Evaluation neu" entschieden werden, ob schulorganisatorische Änderungen notwendig seien. Falsch sei die Darstellung, die Realschule solle nur für eine dreijährige Frist gesichert werden.

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Ziel der CDU sei es, "das gegliederte Schulsystem nach Möglichkeit auf Dauer zu sichern, da nur so den vielfältigen Begabungen und Neigungen der Kinder und Jugendlichen am ehesten Rechnung getragen werden kann." Mit der kurzfristigen Erweiterung der Gesamtschule auf fünf Züge soll deren Oberstufe auf drei Züge erweitert werden. Dieser Lösung könnten alle beteiligten Schulen zustimmen, die Gesamtschule habe schon ausdrücklich ihre Zustimmung erklärt. Außerdem erhalte die Gesamtschule gemäß dem Elternwillen mehr Plätze. Diese Lösung sei geeignet, "zu einem Schulfrieden in Nettetal zu führen. Der Eingriff sei nur gering ("invasiv") und vermeide die "unvermeidbaren Risiken" der Gründung einer Sekundarschule. Es sei nicht notwendig, "ein vollkommen neues, mindestens sechszügiges Schulgebilde" zu schaffen, verteilt auf mehrere Standorte. Mit der Evaluierung nach drei Schuljahren bleibe "die notwendige Flexibilität erhalten, um auf neue schulpolitische Entwicklungen und auf eine Änderung der Schülerzahl reagieren zu können". Es werde ein "atmendes System" geschaffen, das einen risikoreichen und radikalen Einschnitt in unsere Schullandschaft vermeide. FRAGE DES TAGES

(RP/url)