Nettetal: Busverkehr: SPD scheitert erneut mit Antrag

Nettetal: Busverkehr: SPD scheitert erneut mit Antrag

Auch der Stadtrat lehnte die Idee ab, dass alle Kinder aus Lobberich-Ost den Schulbus nutzen können

Es bleibt dabei: Nicht alle Schüler aus Lobberich-Ost (Wasserturm) dürfen für ihren Weg zur Katholischen Grundschule an der Sassenfelder Straße den Schulbus benutzen.

Wer weniger als zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnt, muss weiter zu Fuß gehen, mit dem Rad fahren oder von den Eltern gebracht werden. So hatte der Ausschuss für Schule und Sport schon im März mit neun gegen vier Stimmen entschieden und damit einen Antrag der SPD-Fraktion abgelehnt. Sie hatte gefordert, alle Grundschüler quer durch Lobberich zur "Schule am See" am Windmühlenbruch zu fahren.

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Als der Stadtrat diesen Beschluss nun zur Kenntnis nehmen sollte, war die SPD mit einem schnellen Abstimmen nicht einverstanden. Als "familienfreundliche Stadt" müsse Nettetal anders handeln und könne die vorgeschriebene Grenze ein wenig ignorieren, wurde argumentiert. Dagegen wandte sich vehement CDU-Fraktionssprecher Jürgen Boyxen, der den Vorwurf zurückwies, "kein Herz für Kinder zu haben". Auch dabei müsse die Stadt sich an die Vorschriften halten und könne keine Ausnahmen machen: "Es ist eine Frage der Gerechtigkeit." Während Hajo Siemes für die WiN-Fraktion zustimmte ("Wir haben die geschriebenen Gesetze einzuhalten"), meinte Walter Kronauer (AfD), man solle Eltern bei freier Schulwahl zusichern, dass ihr Kind gefahrlos zur Schule gelangt. Dazu Bürgermeister Christian Wagner (CDU): "Wir haben überall Schülerlotsen, die den Weg sichern."

Die SPD werde einen neuen Antrag stellen, kündigte Tanja Jansen an.

(mme)
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