Bunte Fensterbilder für Breyeller Lambetiturm

Breyell : Ein Leuchtturm für Breyell

Der Lambertiturm leuchtet bis zum Dreikönigstag wieder als größte Martinsfackel.

Sterne fallen als Taler dem armen Mädchen ins hoch gehaltene Leibchen, wie es die Brüder Grimm einst erzählten. Dazu Engel schweben mit Fußball, Buch, Taschenlampe oder Puppe durch eine imaginäre Landschaft. Ein Engel sieht fast so aus wie Pippi Langstrumpf. Die Himmelsboten sind diesmal Thema für die Fenster oben im gut 600 Jahre alten Lambertiturm in Breyell. Die bunten Bilder machen ihn nun wieder zur größten Martinsfackel weit und breit.

Seit 15 Jahren wird der Turm in eine Fackel verwandelt, doch in diesem Jahr war alles anders. Mussten bisher die Bilder auf Holzrahmen getackert und dann mühsam in den Fenstern befestigt werden, konnte Reinhard Rankers, unterstützt von den Lehrerinnen Andrea Natterer und Valeska Wefers, jetzt die Leiter nach einer guten halben Stunde Montagearbeit wieder in die Ecke stellen. Denn der Vorsitzende des Fördervereins Alter Kirchturm hatte die Idee, in der Glockenstube hinter dem ersten Glas, das gegen Wund und Wetter schützt, einen in sechs Felder geteilten Stahlrahmen anzubringen. Jetzt brauchen die Bilder, zwischen zwei Plexiglasscheiben gepresst und wasserdicht abgeschlossen, nur noch eingeklinkt zu werden. Schrauben halten sie fest.

10.000 Euro haben die acht rund zwei Meter hohen Rahmen und ihre sichere Verankerung im Mauerwerk gekostet. Sie sind Maßanfertigungen, denn die lichte Weite der Fenster variiert immer um einige Zentimeter. Die Nettetaler Sparkassenstiftung übernahm 40 Prozent der Kosten. Das tue sie gerne, sagte Jochem Dohmen, Mitglied des Stiftungsvorstands, denn „wir setzten uns gerne nachhaltig für die Erhaltung des Turmes ein“. Er freue sich, dass der „alte Lambert“ in den nächsten Wochen „wieder zum Leuchtturm für ganz Nettetal wird“.

Die Bilder stammen von allen Breyeller Schulen und Kindergärten sowie der Realschule in Kaldenkirchen und dem Heilpädagogischen Zentrum in Breyell. Eine Schule war nicht rechtzeitig fertig geworden. Doch bis zum Martinstag wird alles komplett sein, denn das Installieren ist nun ein Kinderspiel.

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