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Nettetal: Bündnis für Bildung

Nettetal : Bündnis für Bildung

In seiner Neujahrsansprache verkündete Bürgermeister Christian Wagner Arbeitsschwerpunkte für 2011: Die Konsolidierung der Finanzen und neue Anstrengungen in der Bildung sollen dieses Jahr in Nettetal bestimmen.

Zum Jahr der Bildung hat Bürgermeister Christian Wagner 2011 in Nettetal ausgerufen. Nach den Feiern des 40-jährigen Stadtbestehens im vergangenen Jahr soll nun dem "Bündnis für Schule" und vielen flankierenden Maßnahmen die größte Aufmerksamkeit gehören. Gleichzeitig soll der schwer angeschlagene Haushalt in Ordnung gebracht werden. Er wähle bewusst nicht den Begriff des Sparens, sondern vielmehr den der Konsolidierung, erklärte Wagner.

Es wird sich herausstellen, ob der Freiraum vorhanden ist, den das Bildungsprogramm benötigt, das der Bürgermeister der Stadt verordnet. Wagner holte weit in der Vergangenheit bis zu Humboldt und Kant aus, um zu erklären, wie er sich das künftig vorstellt. Den Bürgermeister treibt die Vision um, die Gesellschaft umzubauen und ihr wieder Ideale zu geben. "Erziehung ist unabweisbare Voraussetzung, damit Kinder die Fähigkeit zur Bildung erhalten", stellte er fest. Die Grundlagen müssten Eltern schaffen, damit die Schulen sich wieder mehr auf ihre eigentliche Aufgabe, der Vermittlung von Bildung, konzentrieren könnten.

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Basisarbeit im Elternhaus

Das Bündnis für Bildung weist dem künftigen Jugendamt eine besondere Aufgabe künftig zu: "Bei Erziehungsproblemen" sollte "eine enge Kooperation von Jugendhilfeträger, Fachpersonal und Schule den Lehrkräften wieder mehr Freiraum für die eigentliche Bildungsaufgabe geben", formulierte Wagner. Er will die Eltern nicht aus ihrem Erziehungs- und Bildungsauftrag entlassen und fordert von den Kindergärten die Basisarbeit. Das städtische Jugendamt werde sich "für eine noch engere Verbindung" zwischen Kindergärten und Grundschulen einbringen.

Wagner nannte auch begleitende Bausteine für den Weg hin zum jungen Menschen, der von der Berufsbildung bis hin zur Hochschulreife das erforderliche Rüstzeug erhalten soll. Die Netteagentur werde ihre Aufgabe in der kulturellen Bildung verstärkt wahrnehmen – im Theater ebenso wie in der Stadtbücherei. Einbinden will der Bürgermeister außerdem die Kreismusikschule und die Volkshochschule des Kreises sowie die Kultur treibenden Vereine in der Stadt.

Das ZdI-Zentrum der Gesamtschule für naturwissenschaftliche und technische Angebote sowie die Schülerakademie am Gymnasium nannte Wagner als Beispiele dafür, wie der richtige Weg eingeschlagen werde. Er will die Zusammenarbeit mit Hochschulen fördern. "Wenn wir Bildung darauf beschränken, dass jeder die Befähigung erhält, einen Beruf auszuüben, müssen wir uns nicht wundern, dass der Konsum von Massenware und Werbeangeboten der vorrangige Lebenszweck zu werden scheint", sagte er. FRAGE DES TAGES

(RP)