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Nettetal: Broschüre hilft bei Schulwahl

Nettetal : Broschüre hilft bei Schulwahl

Die Stadt Nettetal hat ein Heft herausgegeben, in dem die weiterführenden Schulen vorgestellt werden. Zudem gibt die Broschüre allgemeine Tipps und informiert über die Schullaufbahn.

Das Schuljahr ist zwar noch nicht vorbei, doch viele Eltern von Kindern in der vierten Klasse haben schon längst angefangen, sich Gedanken über die weitere Schullaufbahn ihrer Sprösslinge zu machen.

Muss es wirklich das Gymnasium sein, oder wäre mein Kind besser in einer anderen Schulform aufgehoben? Diese Frage ist nicht die einzige, auf die Eltern eine Antwort finden müssen. Deswegen hat die Stadt Nettetal nun erstmals eine Broschüre mit dem Titel "Grundschule ... und dann?" herausgegeben, in der sich alle weiterführenden Schulen der Stadt vorstellen und in der es obendrein allgemeine Informationen zur Schullaufbahn sowie nützliche Tipps gibt.

Bildung als Standortfaktor

"Wir haben in Nettetal das Glück, dass wir alle existierenden Schulformen wohnortnah anbieten können", sagt der Erste Beigeordnete Armin Schönfelder. Ein Aspekt, der laut einer Umfrage der Stadt aus dem Jahr 2009 mehr als 70 Prozent der Eltern überaus wichtig ist. Und für Bürgermeister Christian Wagner ist es wichtig, mit dem Thema Bildung den Wirtschaftsstandort Nettetal zu stärken.

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Er ist davon überzeugt, dass auch Unternehmen, die neue Standorte suchen, mit Interesse in die Broschüre schauen werden: "Denn qualifizierte Arbeitskräfte sind ein Standortvorteil." Qualifizierung fängt eben nicht erst in der Berufsausbildung an. Daher wird in der Broschüre auch dargestellt, welche berufsvorbereitenden Angebote die Schulen vorhalten. Auch wie es nach der Schule im Berufskolleg weitergehen kann, wird dargestellt.

2500 Exemplare wurden von der 35-seitigen, farbenfrohen Broschüre, deren Erstellung in den Händen der Bildungskoordinatorin Monika Ioannidis lag, gedruckt. Rund 5000 Euro hat die Stadt dafür ausgegeben – für Wagner und Schönfelder gut angelegtes Geld. In Kürze wird sie an den Grundschulen verteilt, aber auch in der Stadtverwaltung wird sie erhältlich sein.

Anliegen der Broschüre ist es laut Schönfelder auch zu dokumentieren, wie durchlässig das Schulsystem ist – nicht nur an der Gesamtschule. "Alle Wege führen zum Abitur, auch von der Hauptschule aus", sagt der Beigeordnete, betont aber zugleich, dass auf die individuellen Stärken der Kinder eingegangen werden müsse.

Durchlässigkeit bedeutet eben auch, dass ein Schüler, der etwa auf dem Gymnasium Probleme hat, aufgefangen wird und so den für ihn besten Abschluss machen kann. Und so möchten die Macher der Broschüre auch den Ruf der Hauptschule stärken. "Denn dort wird die individuelle Förderung in kleinen Klassenverbänden gelebt wie sonst nirgends", betont Wagner.

(RP)