Brigitte Hartwig als Leiterin der Doerkesstuben in Nettetal-Lobberich verabschiedet

Lobberich : Brigitte Hartwig wird als Leiterin der Doerkesstuben verabschiedet

Die Sozialpädagogin hat die frühere Altentagesstätte in sechs Jahren zu einem Begegnungstreff entwickelt. Ihre Nachfolge ist noch nicht geregelt.

Ständchen, Blumen und Geschenke: In einer Feierstunde im Lobbericher Generationentreff Doerkesstuben ist am Dienstagnachmittag die Leiterin Brigitte Hartwig in den Ruhestand zum Monatsende verabschiedet worden. In den sechs Jahren ihrer Amtszeit hatte die Diplom-Sozialpädagogin die frühere Altentagesstätte in Trägerschaft des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Nettetal zur einer Begegnungsstätte entwickelt. Ihre Nachfolge ist noch nicht geregelt.

„Unsere Kinder hatten viel Freude, zusammen mit den Senioren der Doerkesstuben Martinslaternen zu basteln“, erzählte Annette Gartz von der Kindertagesstätte St. Sebastian. Zum Dank brachten die Kinder Hartwig Ständchen, begleitet von Heinz-Josef Jansen am Akkordeon. Lob gab es auch von Stephan Pläp vom benachbarten Jugendzentrum Arche: „Dank Brigitte Hartwig kamen Senioren und unsere Jugendlichen viel zusammen, wir haben gemeinsam gegrillt, sogar Federball gespielt.“

Solche Aktionen waren es, mit denen Hartwig den Besuchern der Doerkesstuben Abwechslung bescherte: „Veranstaltungen, Ausflüge, Ausstellung und viele Begegnungen mit den jüngeren Generationen sind so ein bisschen das Markenzeichen der Doerkesstuben geworden“, zog Hartwig Bilanz. Täglich rund 25 Besucher zumeist der älteren Generation kommen zum Klönen und Kaffeetrinken, dazu wurden Gruppen wie Doppelkopf-Runden und Bibelkreis, Deutschunterricht für Geflüchtete und internationales Kochen mit Hilfe der ehrenamtlichen Mitarbeiter initiiert. „Mein Prinzip war, das Programm mit den Besuchern gemeinsam zu planen“, sagte Hartwig, die sich einerseits auf mehr Zeit für Familie, Hund, Garten und Wandern freut, andererseits als Alltagsbegleiterin weiter um ältere Menschen kümmern will. Sichtlich gerührt freute sie sich über die vielen Gäste, darunter Senioren, Vertreter von Stadt und Verbänden.

Im Namen des Kirchengemeindeverbandes dankte Benedikt Schnitzler der scheidenden Leiterin. Länger schon wurde im Umfeld der Doerkesstuben kritisiert, die Kirche habe Hartwigs Nachfolge noch nicht geregelt, obwohl ihr Ausscheiden lange genug bekannt sei. Schnitzler gab zu: „Es wird eine Übergangszeit geben.“ Man sei um eine Nachfolge Hartwigs „sehr bemüht“.

(jobu)
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