1. NRW
  2. Städte
  3. Nettetal

Nettetal: Breyell geht an Heinsberg

Nettetal : Breyell geht an Heinsberg

Die Straßenmeistereien von Nettetal und Moers werden zum 1. Januar der neuen "Mastermeisterei" Heinsberg zugeschlagen. Die Standorte selbst bleiben aber erhalten. Die Auswirkungen für die Autofahrer sind noch unklar.

Der Winter naht, die Straßenmeistereien stehen mit ihren Räum- und Streufahrzeugen in den Startlöchern. Doch hinter den Kulissen tut sich was: Zum 1. Januar wird der Betrieb umstruktuiert. Die bisherigen Straßenmeistereien, die für die Landes- und Bundesstraßen zuständig sind, werden zu sogenannten Mastermeistereien zusammengefasst — der Winterdienst soll davon aber noch unberührt bleiben. "Das Risikio wäre zu groß", sagt Pressesprecher Bernd Löchter von der Zentrale in Gelsenkirchen. Die Einschätzung zeigt, dass sich die auf den ersten Blick nur interne Umstrukturierung möglicherweise doch noch auf die Arbeit vor Ort auswirken kann, und damit letztlich auch auf jeden Autofahrer. Klar ist, dass die Meistereien in Nettetal und Moers der neuen Mastermeisterei in Heinsberg zugeschlagen werden.

Der Standort bleibt

Doch Steffen Straub, noch Leiter der Straßenmeisterei in Breyell, versichert: "Auf den Betriebsdienst wird sich die Umstrukturierung nicht auswirken. Der Standort bleibt, die 22 Mitarbeiter und der Azubi bleiben, und die Aufgaben bleiben. Nur der Chef sitzt halt künftig in Heinsberg — und kann genauso gut von dort aus die Meldungen des Deutschen Wetterdienstes verfolgen und entscheiden, ob es in Nettetal eine Winterdienstbereitschaft geben muss oder nicht." Sein Stellvertreter Sven Bock werde auch künftig in Breyell sitzen, sagt Straub.

  • Zahlreiche Einzelhändler öffneten ihre Geschäfte bis
    Einkaufen in Nettetal : So lief das Late-Night-Shopping in Lobberich
  • Am Samstag startete die erste Lichterfahrt
    Aktion im Kreis Viersen : Lichter-Trecker unterwegs
  • Ende September wurde das Impfzentrum in
    Corona im Kreis Viersen : Was man zur Reaktivierung des Impfzentrums wissen muss

Die Mastermeisterei in Heinsberg hat ein riesiges Gebiet zu beackern. Allein der Zuständigkeitsbereich der Meisterei in Nettetal umfasst Nettetal, Viersen, Schwalmtal, Brüggen, Niederkrüchten, Grefrath, Wegberg und westliche Teile von Mönchengladbach. Ob die Verwaltung eines solchen Gebietes problemfrei läuft, bleibt abzuwarten. "Das wird die Zukunft zeigen", sagt Straub gelassen.

Die bisherigen Leiter, so sie nicht Master werden, werden eine neue Position innerhalb des Unternehmens bekommen, etwa als Ingenieure in den Niederlassungen, die sie bis dahin geleitet haben. Wer die neue Mastermeisterei in Heinsberg leitet, ist nach Auskunft von Pressesprecher Löchter noch nicht entschieden, gerade erst ist das "Interessebekundungsverfahren" abgeschlossen. Auch Steffen Straub aus Breyell hat sich um die Stelle beworben. Falls es nicht klappt, geht der Bau-Ingenieur in die Regionalniederlassung in Mönchengladbach.

Die Umwandlung der Meistereien sei Teil der "strukturellen Neuorganisation", sagt Löchter, "die Mitarbeiter wussten, dass das kommt und dass auch die Straßenmeistereien noch dran sind". Beruhigend zwar, dass kein Mitarbeiter vor die Tür gesetzt werden soll, aber "es gibt auch keine Neueinstellungen", wie der Pressesprecher in Gelsenkirchen ankündigt.

(RP)