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Nettetal: Boyxen sieht "Zeit für neue Bescheidenheit"

Nettetal : Boyxen sieht "Zeit für neue Bescheidenheit"

Beim Neujahrsempfang der Nettetaler CDU warnte Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Boyxen die Partei gestern davor, die bisher klare Linie bei der Gestaltung der Zukunft zu verlassen. Einerseits müsse die CDU womöglich "lautstarken Begehrlichkeiten einzelner Gruppierungen oder Stadtteile" widerstehen. In vielen Bereichen müssten Ansprüche zurückgeschraubt werden. Insofern gelte: "Es ist Zeit für eine neue Bescheidenheit."

Im Leuther Birkenhof schwor Boyxen die CDU darauf ein, sich zentralen Aufgaben zu stellen: "Die demografische Entwicklung wird unumkehrbar sein. Wir können nur versuchen, ihre Folgen für Nettetal erträglich zu halten", stellte er fest. Dazu zählt er den Bau der grenzüberschreitenden Autobahn und in ihrem Sog die Entwicklung des Gewerbeparks Venete sowie die Verlängerung der Regiobahn bis Venlo. Aufmerksam folgten gerade diesen Aufführungen der Venloer Beigeordnete und CDA-Vorsitzende Jos Teeuwen.

Das Bündnis für Schule und die Förderung des gegliederten Schulsystems seien auf dem Gebiet der Bildung ohne Alternative. Boyxen forderte, die Erziehungskraft von Eltern zu stärken und das eigene Jugendamt jetzt nicht finanzpolitischer Kleinmütigkeit zu opfern. "Sofern es finanziell mit vertretbarem Risiko möglich ist, wird auch ein eigenes Jugendamt uns mit Recht sagen können: Nettetal ist mehr…" meinte er in Anspielung auf die laufende Kampagne.

Boyxen lud die Parteimitglieder dazu ein, aktiv mitzuarbeiten. Er befürworte eine Planungsgruppe, in der Parteiführung, Fraktion und vor allem auch interessierte Parteimitglieder zusammenarbeiten. Mit Blick auf die Landtagswahl fuhr Landtagsabgeordneter Christian Weisbrich einen Frontalangriff auf die Linke: Die Bürger müssten sich darüber im Klaren sein, dass die Partei alle bürgerlichen Strukturen zu zerstören trachte. Weisbrich malte das düstere Bild von einem antireligiösem Kurs in die Staatswirtschaft. Die SPD im Land werde sich mit der Linken einlassen und ein rot-rotes Chaos in NRW entfachen. "Im Mai wird entschieden über eine Politik für die Mitte unserer Gesellschaft oder ob die Linken diese Mitte im Stich lassen".

(RP)