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Nettetal: Blick in Nachbars Garten

Nettetal : Blick in Nachbars Garten

Am "Tag der offenen Gartenpforte" beteiligten sich auch einige Nettetaler und zeigten Interessierten ihre liebevoll angelegten und gepflegten Kleinode. Hermann Gröne bekam sogar überraschend prominenten Besuch.

Damit hatte Hermann Gröne, Staudenexperte aus Leuth-Busch, beim Tag der Offenen Gartenpforte nicht gerechnet: Unverhofft und überraschend bekam er am Samstag hohen Besuch, als der Gartenbauwissenschaftler Professor Bernd Hertle, Technischer Leiter des Sichtungsgartens Weihenstephan, seinen Staudengarten besuchte. Als bekannter Fachmann war Hertle mit seinen Studenten auf einer Exkursionsfahrt unterwegs. Nach dem Besuch der Floriade in Venlo stattete er auch noch dem Leuther einen Besuch ab.

 Hermann Gröne aus Leuth-Busch zeigte seine Stauden.
Hermann Gröne aus Leuth-Busch zeigte seine Stauden. Foto: Busch, Franz-Heinrich sen.

Gröne erntete nach einem Rundgang durch seinen Staudengarten und anerkennenden Applaus, und das Urteil der Besucher stand fest: "Besser als die Floriade", fiel der Besuch der Weltgartenbauausstellung eher etwas nüchtern aus. Aber auch weniger Prominente waren nach Leuth-Busch gekommen und bestaunten die unzähligen Stauden in dem 20 Jahre alten gewachsenen Garten. Stauden aus der ganzen Welt sind bei Gröne zu bewundern, "aber nur solche, die in Klimagebieten wachsen, die den europäischen gleich sind", erklärte Gröne.

 Der Ziergarten von Thomas Dittrich aus Hinsbeck beeindruckte die Gäste.
Der Ziergarten von Thomas Dittrich aus Hinsbeck beeindruckte die Gäste. Foto: Busch, Franz-Heinrich sen.
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Stauden aus aller Welt

So stehen Stauden aus Neuseeland, ebenso wie aus Nordamerika und Europa in seinem Garten. Das Ehepaar aus Brüggen war mit dem Auto gekommen und hatte bereits vor dem Besuch in Leuth-Busch die Sequoiafarm in Kaldenkirchen besucht, die ebenfalls im Rahmen der Offenen Gartenpforte ihre Türen geöffnet hatte. Auf rund 35 000 Quadratmetern konnten die Besucher nicht nur die Natur, sondern auch die riesigen Mammutbäume, die mehr als 100 Meter Stammhöhe erreichen können, entdecken.

Die bisherigen Tage der Offenen Gartenpforte bescherten den Stadtwerken als Eigentümerin des Geländes bereits mehr als 400 Besucher. Auch am vergangenen Wochenende kamen die Besucher aus den Metropolen Düsseldorf, Krefeld und dem Bergischen Land. Ado Lappen führte die Besucher in verschiedenen Führungen durch das Gelände. Wer noch mehr Gärten bestaunen wollte, konnte im "Rosengarten" von Christa Brüggemann in Lobberich Lavendel, Rosen und Kräuter erkunden und so manch ein Rosen-Rezept mit nach Hause nehmen.

In Hinsbeck hatte Thomas Dittrich seinen Garten geöffnet und den Blick auf seinen mit viel Liebe gestalteten Ziergarten der Öffentlichkeit preisgegeben. Der Hobbygärtner gab sein Wissen rund um Stauden und Pflanzen gern weiter. Interessant auch sein Nutzgarten, in dem irischer Blätterkohl ebenso wie Sauerampfer- und Kohlstauden wachsen. FRAGE DES TAGES

(ivb)