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Nettetal: Betreutes Wohnen am Marienheim

Nettetal : Betreutes Wohnen am Marienheim

Fast alle Wohnungen in Hinsbeck sind bereits bezogen, es fehlt nur noch ein Mieter. Das Haus ist vollständig barrierefrei, die Mieter können bestimmen, in welchem Umfang sie Hilfe in Anspruch nehmen möchten.

Bis auf eine sind alle 26 Wohnungen am Marienheim in Hinsbeck vermietet. Nahezu alle Wohnungen sind inzwischen auch bezogen. Willi Pollmanns, der Geschäftsführer des Senioren- und Pflegeheims in Hinsbeck, ist sehr zufrieden. Das Wagnis, für 4,5 Millionen Euro neben dem Marienheim einen Komplex für betreutes Wohnen zu errichten, hat sich ausgezahlt. "Über den letzten noch offenen Vertrag verhandeln wir gerade, aber das ist eine reine Formsache", berichtet Pollmanns.

 In dem zweigeschossigen Gebäude befinden sich 47, 5 sowie 61,3 und 77,1 Quadratmeter große Wohnungen.
In dem zweigeschossigen Gebäude befinden sich 47, 5 sowie 61,3 und 77,1 Quadratmeter große Wohnungen. Foto: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen)

Auf dem früheren Gelände einer Gärtnerei ist ein stark gegliedertes, zweigeschossiges Gebäude entstanden. Darin befinden sich jeweils elf 47,5 und 61,3 Quadratmeter große sowie "am Kopf" Richtung Grefrather Straße vier 77,1 Quadratmeter große Wohnungen. Heute wird der Gemeinschaftsraum neben dem großzügen Foyer mit den Wohnungsmietern in Betrieb genommen. In einem kleinen Büro wird ein Concierge seinen Platz finden, der (oder die) aber überwiegend im Haus unterwegs sein wird.

Im Inneren zeichnet sich der Neubau durch übersichtliche und breite Flure aus, Querflure zwischen Wohnungen sorgen zusätzlich für Tageslicht. Eingezogen sind hier nicht nur Hinsbecker oder Nettetaler, sondern auch Menschen von außerhalb des Stadtgebiets. "Da gibt es beispielsweise eine Art von Familienzusammenführung – Eltern ziehen hierher, wo Kinder ihre Existenz aufgebaut haben", erzählt Pollmanns.

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Mit gewissem Stolz schaut er auch auf die schön gestaltete Gartenanlage rund um den Bau. Spätestens im kommenden Frühjahr wird es hier sprießen und blühen. Ein gepflasterter Rundweg windet sich um das Gebäude. Bänke laden auch jetzt, zum Herbstbeginn, zum Ruhen ein. Es gibt ausreichend Parkplätze sowie Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder, der Müll wird in im Boden versenkten Gefäßen gesammelt. Dazu muss die Stadt übrigens eigens ihre Satzung ändern. Drinnen gibt es auch eine technische Besonderheit: Der Türspion sieht von außen ganz normal aus. Drinnen handelt es sich um ein einem Smartphon ähnliches Gerät: Per Knopfdruck kann ein Mieter auf dem Display genau sehen, wer vor seiner Tür im Flur steht. Das schafft zusätzliche Sicherheit.

Das betreute Wohnen am Marienheim hat seinen Preis. Die Miete beginnt im ersten Jahr mit 9,10 Euro für den Quadratmeter, sie steigt bis zum fünften Jahr auf 9,66 Euro. Inklusive Nebenkosten und Betreuung beträgt sie zwischen rund 576 bis 917 Euro im Monat. Die Wohnungen sind sehr hell, in den Obergeschossen sorgt die Dachgestaltung für zum Teil sehr hohe Schrägdecken. Fenster sind bis zum Boden heruntergezogen, um sitzenden oder liegenden Bewohnern den freien Blick nach draußen zu gewähren. Ein ausgeklügeltes System versorgt die innen liegenden Bäder/Toiletten mit natürlichem Tageslicht.

Der anhaltende Winter hat auch diesem Bau zugesetzt. "Wir haben vier bis sechs Wochen verloren. Es gab unterwegs auch einige kleinere Veränderungen. Der Bau hat sich insgesamt um etwa fünf Prozent verteuert", berichtet Pollmanns – ein Wert, den der Bauherr wohl verkraften kann. Das ist die Marienheim Hinsbeck gGmbH, die wiederum hundertprozentige Tochter der Pfarrgemeinde St. Peter ist. In den kommenden Wochen wird das Haus offiziell eingeweiht. Bis dahin werden die Bewohner sich eingelebt haben. Viele Mieter nutzen bereits –auch gemeinsam – die Möglichkeit, das Mittagessen aus der Marienheim-Küche zu erhalten.

FRAGE DES TAGES

(RP)