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Nettetal: Beste Stimmung in den Narrenzelten

Nettetal : Beste Stimmung in den Narrenzelten

Das Karnevals-Komitee Hinsbeck und die Schaager Karnevalsgesellschaft feierten in ihren Festzelten am Wochenende ausgelassene Büttenabende. Vor allem die Showtänze sorgten für Stimmung auf und vor den Bühnen.

Wegen des fehlenden Festsaals im Stadtteil Hinsbeck veranstaltet das Karnevals-Komitee Hinsbeck seine Büttenabende seit vielen Jahren im Rund des Zirkuszeltes der Jugendherberge "Vier Linden". Dabei überträgt sich das besondere Flair dieses Veranstaltungsortes immer positiv auf Darsteller und Besucher. So war es auch in diesem Jahr unter dem Motto des KKH "Ein Dorf - Ein Fest - Ein Zelt - Hinsbeck grüßt die Narrenwelt". Was das Komitee nur mit eigenen Kräften auf die Bühne brachte, war wirklich hervorragend.

Wie gut die Abende ankommen zeigte sich, als beide Büttenabende mit je 250 Karten bereits nach zehn Tagen ausverkauft waren. Zum Start des Programms traten am Samstagabend Michael Schrömges und seine Tochter Laura mit einer Varieteenummer auf. Laura war mit insgesamt fünf Auftritten die Meistbeschäftigte des Abends.

Nach dem Einmarsch und Ehrungen gaben sich der Stadtprinz Hans Gerd I. und Susanne I. mit ihrem Gefolge die Ehre. Eisbrecher war der Auftritt von Flippe (Manfred Braun), mit einer Büttenrede "aus dem Leben". Ihm folgte der Gardetanz der Tanzgarde des KKH und ein Solotanz des Solomariechens Jule Kersebaum. Der Bundesschützenspielmannszug "Frisch Auf" zog mit voller Mannschaft ein und brachte die Besucher mit Karnevalsliedern in Stimmung. Ihm folgte "Der Henker vom Galgenberg" (Rainer Klingen), der die Nettetaler Politik und das Weltgeschehen kolportierte. Den größten Jubel erreichte er, als er im Bezug auf die WM 2014 davor warnte, in Brasilien einen Caipirinha und sieben Bier zu bestellen. Abschluss des ersten Teils war die KKH-Show "Lets Dance" mit drei Tanzpaaren, gebildet von sechs Männern, die sich dem Urteil einer Jury und des Publikums stellten.

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Zum Start in den zweiten Teil trat Sitzungspräsident Arnold Galauner in die Bütt und berichtete in seiner unnachahmlichen Art über die Probleme der Vereine und des Karnevals. Es folgte die "Boygroup" um Uwe Wingerath, die eine sehr schöne Nummer auf die Bühne brachte, die das Publikum faszinierte. Dabei zeigten die Männer durch ein Loch in einem schwarzen Vorhang ihren Oberkörper. Die dahinter stehenden Ehefrauen bildeten die Arme, die Männer mit ihren Armen die Beine mit Schuhen. Durch diese Optik war der gezeigte Körper auf etwa 50 Zentimeter verkleinert, was die Tänze urkomisch aussehen ließ. Beim nächsten Programmpunkt traten "Michi und Herr Wutz" (Michael und Thomas Gelsz) als Puppenredner auf und lästerten sich durch die Welt. Es folgten die "3 Fründe" mit Rudi Wilmen als Kopf der Truppe, die die Besucher musikalisch in Stimmung brachten.

Höhepunkt war der Auftritt von Jerome Amende als "Paul Panzer". Denn Amende spielte nicht nur Paul Panzer, man konnte fast meinen, er sei es tatsächlich, so realitätsnah brachte er die Figur auf die Bühne. Und so erzählte er, dass er mit seiner schwangeren Frau im Kreißsaal war. Der Arzt meinte, das Kind läge falsch. Ja, habe er gesagt, dann drehen sie doch die Frau herum. Und als das Kind dann endlich gedreht und geboren war, meinte er zum Arzt: Wenn hier mal nichts mehr läuft, dann machen sie doch einfach einen Schlüsseldienst auf. Wie alle anderen kam er nicht ohne Zugabe von der Bühne. Eine Augenweide war zum Abschluss der Showtanz der KKH-Tanzgarde als Piraten. Das bunte Bild und die wirbelnden Mädchen beendeten einen gelungenen karnevalistischen Abend.

(heko)