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Nettetal: Bauhof soll fünf Millionen Euro kosten

Nettetal : Bauhof soll fünf Millionen Euro kosten

In Kürze beginnt der Nettebetrieb mit dem Neubau an der Breyeller Straße in Lobberich. Geplant sind drei Bauphasen.

Die Stadt hat den Startschuss zum Bau des neuen Bauhofs an der Breyeller Straße in Lobberich gegeben. Geplant sind drei Phasen für den fünf Millionen Euro teuren Neubau, der bis Ende 2017 fertiggestellt sein soll. Dann hätten die katastrophalen Zustände auf dem Gelände mit Restbauten aus der Textilindustrie ein Ende - betriebswirtschaftlich ebenso wie aus Sicht des Arbeitsschutzes, wie Bürgermeister Christian Wagner betonte.

Die letztlich unhaltbaren Bedingungen, unter denen die Mitarbeiter des Nettebetriebs hier untergebracht sind, waren lange bekannt. Schon in den 1980er-Jahren, als Christian Weisbrich noch Baudezernent war, beschäftigte sich die Stadt mit einem Neubau, hatten altgediente Mitarbeiter Wagner berichtet. Der hatte bei den vorweihnachtlichen Besuchen im Bauhof gemeinsam mit der Technischen Beigeordneten Susanne Fritzsche den Kollegen seit Jahren neue Unterkünfte versprochen. "Geglaubt haben die uns das zuletzt auch nicht mehr", bekannte Wagner.

Nach intensiven Debatten entschied der Rat, an der Breyeller Straße neu zu bauen und das Grundstück an der Dülkener Straße in Breyell, neben dem Landesbetrieb Straßen.NRW, für Gewerbeansiedlungen umzuwidmen. Der Plan stand kurz noch einmal auf der Kippe, als die Altlasten im Boden bekannt wurden. Hier wie nebenan auf dem Niedieckplatz gibt es hochgiftige Reste des unternehmenseigenen Gaswerks von Niedieck.

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Das Vorhaben kann aber dennoch verwirklicht werden, der Boden bleibt weitgehend unberührt. Als Erstes wird jetzt die offene Halle für 63 Fahrzeuge (inklusive Hänger) auf dem dafür in Richtung Innenstadt erweiterten Gelände errichtet. Im Frühjahr 2014 werden die Gebäude an der Straße abgerissen und durch den Bau für Verwaltung und Sozialräume ersetzt. Die Architekten von Dreika aus Krefeld haben auf ausdrücklichen Wunsch der Stadt den Entwurf geliefert, der sich an die alten Fabrikbauten anlehnt, aber städtebaulich einen Akzent setzt, der des Ortseingangs würdig ist. Die gegenüber auf der anderen Seite der Straße geplante Wohnbebauung am Nettebruch dürfte allerdings vorerst vom Tisch sein, weil der Investor wirtschaftliche Probleme hat.

Im dritten Abschnitt wird dann im Laufe des Jahres 2017 die neue Werkstatt mit Lager dort errichtet, wo sich Verwaltungs- und Sozialräume mit Werkstatt heute befinden. Wagner und Fritzsche sind zuversichtlich, dass die betriebswirtschaftlich unsinnigen Abläufe, die heute wegen der Enge unvermeidbar sind, mit dem Neubau ein Ende haben werden.

(RP)