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Nettetal: Baugesellschaft schließt die Lücke

Nettetal : Baugesellschaft schließt die Lücke

Zum 1. November soll das Wohn- und Geschäftshaus in Lobberich, Am Bongartzstift, bezugsfertig sein. Dann ist die Verbindung zwischen Ludbachpassage und Fußgängerzone hergestellt. Die Wohnungen sind weitgehend vermietet.

Die Vollendung der "neuen" Innenstadt von Lobberich rückt näher. Die von-Bocholtz-Straße ist weitgehend fertiggestellt, der Freitagsmarkt ist soeben wieder zurückgekehrt. Das Wohn- und Geschäftshaus der Baugesellschaft Nettetal AG zwischen Ludbachpassage und Fußgängerzone wird zum 1. November bezugsfertig sein.

Die Baustelle auf dem früheren Gelände der Bongartzstiftung hat die angestrebte Verbindung bisher doch etwas beeinträchtigt.

"Der langanhaltende Winter hat uns sehr viel Zeit gekostet. Alles hat sich um etwa drei Monate verzögert", berichtet die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche. Sie bildet mit Hans Moors den Vorstand der Baugesellschaft, die hier rund 2,6 Millionen Euro in den Neubau investiert. Errichtet werden acht barrierefreie Wohnungen. Sechs Wohnungen sind bereits vermietet. "Wir sind in konkreten Verhandlungen für die beiden anderen Wohnungen", berichtet Moors.

Etwas schwieriger gestaltet sich die Vermarktung der Ladenflächen. Das Untergeschoss kann variabel in ein bis drei Geschäftslokale aufgeteilt werden. Aus den Untersuchungen zum Einzelhandel in Lobberich hätten Fachgeschäfte mit durchaus gehobenen Ansprüchen für Bekleidung und Sport eine gute Basis. Nach einiger Überlegung hatte die Baugesellschaft einen gastronomischen Betrieb ausgeschlossen. Er sei auf Dauer für ein Wohnumfeld nicht geeignet, zumal es das erklärte Ziel der Baugesellschaft ist, im Umfeld der Ludbachpassage und der Fußgängerzone Wohnraum zu schaffen. Auch die Stadt ist daran interessiert, im Herzen der Innenstadt kein reines Geschäfts- und Dienstleistungszentrum zu haben, das nach 19 Uhr verödet.

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Zwischen der von-Bocholtz-Straße und der Ludbachpassage ist die Lücke entstanden, weil der Kindergarten Bongartzstiftung weggegangen ist. Er bezog 2010 einen Neubau an der Mühlenstraße. Im Rahmen der Umgestaltung der südlichen Innenstadt wurden in diesem Bereich Grundstücke neu geordnet. Es war von Beginn an das Ziel der Stadt, eine Verbindungsachse anzulegen und möglichst zu bebauen.

Mit der Fertigstellung des Neubaus ist die Hoffnung verknüpft, dass die Fußgängerzone endlich auch von der Ludbachpassage profitiert. Das hatten Gutachter und Planer der Stadt versprochen, als das Projekt in Angriff genommen wurde. Viele Ladenbesitzer an der Hoch- und Marktstraße äußerten sich bisher skeptisch. Sie sind ernüchtert, weil Umsatzzahlen nicht steigen, sondern eher sinken. Die Baustelle in der Fußgängerzone hat sich natürlich zunächst auch negativ ausgewirkt. Fachleute erwarten, dass das Zentrum der Fußgängerzone nun aber näher an die potenziellen Käufer heranrückt, die die Ludbachpassage besuchen. "Wir gehen davon aus, dass dort, wo Markt-, Hoch- und von-Bocholtz-Straße zusammentreffen, wieder mehr Bewegung sein wird", sagt die Technische Beigeordnete. Ob der nördliche Bereich der Hochstraße bis zum Stern und der östliche Bereich der Marktstraße allerdings stärker frequentiert wird, bleibt abzuwarten. Möglicherweise verschiebt sich das Geschäftsleben in den neuen Achsbereich. Frage des Tages

(RP)