Baugesellschaft Nettetal beginnt mit Bauprojekt an der Buschstraße in Kaldenkirchen

Kaldenkirchen : Baustart an der Buschstraße

An der Buschstraße in Kaldenkirchen beginnen die Bauarbeiten für ein Mehrfamilienhaus. Bauherr ist die Baugesellschaft Nettetal. Sie wird in dem Gebäude auch ihre neue Geschäftsstelle einrichten.

Die Bagger sind längst abgerückt, neben der Baugrube wartet der Baukran auf seinen Einsatz, die Bauarbeiten für das neue Projekt der Baugesellschaft Nettetal können beginnen: An der Buschstraße in Kaldenkirchen zwischen dem Restaurant Rustica und dem Rad- und Spazierweg auf der ehemaligen Bahntrasse, gegenüber dem Saunabad Finlantis, entsteht auf dem 3000 Quadratmeter großen Grundstück ein Mehrfamilien- und Geschäftshaus mit 14 Mietwohnungen und der neuen Geschäftsstelle der Baugesellschaft. Am Montagnachmittag wurde das Vorhaben offiziell vorgestellt.

„Das ist für uns wohl das größte Bauprojekt der letzten 15, 20 Jahre, ein Investitionsvolumen von 5,3 Millionen Euro ist für unser Unternehmen ein stolzes Unterfangen“, erklärte Sven Karth. Der kaufmännische Vorstand der Baugesellschaft verwies auf eine weitere Besonderheit: In Sachen Ökologie und Klimaschutz beschreite man neue Wege, erstmals gebe es „eine komplette Flachdachbegrünung“, auf Stromfresser wie Klimaanlagen werde verzichtet, stattdessen setze man auf Jalousien und recycelbare Dämmung, beheizt werde über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Und das wird gebaut: Die barrierearmen Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen in dem überwiegend zweistöckigen Gebäudekomplex mit Aufzug werden zwischen 50 und über 80 Quadratmeter groß sein, je nach Lage mit Balkon, Terrasse oder Garten, dazu Kellerräume. Insgesamt umfasst die Wohnfläche rund 900 Quadratmeter, draußen wird es eine Spielfläche für Kinder geben. Vorgesehen sind 25 Stellplätze für Autos sowie zwei Stellplätze mit öffentlicher Elektro-Ladestation der Stadtwerke. Die Geschäftsstelle der Baugesellschaft umfasst eine Fläche von 500 Quadratmeter plus Archiv – 200 Quadratmeter mehr als im derzeitigen beengten Sitz in der Synagogenstraße, wo die sieben Mitarbeiter über drei Etagen verteilt sind.

Ruhiges Wohnen versprechen die Planer, obwohl rund ums benachbarte stark frequentierte Restaurant zu Stoßzeiten reger An- und Abfahrtverkehr herrscht. Zudem ist die Buschstraße viel befahren, liegen doch gegenüber Sportplatz, Schulzentrum, Schwimmbad mit Sauna sowie Busstation. Doch davon sollen die Mieter nichts mitbekommen, zum Restaurant hin liegt die neue Geschäftsstelle der Baugesellschaft, die meisten Wohnungen sind auf der vom Rustica abgewandten Seite des Gebäudes vorgesehen.

Die Bepflanzung um den Bau herum sowie auf den Flachdächern, die „weit über die Vorgaben des Bebauungsplans hinausgeht“, so Karth, ist auch eine Ausgleichsmaßnahme, mussten doch „rund 40 große Bäume und etliches an Buschwerk“ seit Jahresbeginn dem Projekt weichen. Als weiteren Ausgleich für die Rodungsmaßnahmen nannte Karth die Pflanzung von Obstbäumen am Mehrfamilienhaus der Baugesellschaft an der Steyler Straße.

Insgesamt sei dieser Wohnungsbau „wichtig und wohltuend für die angespannte Wohnungsmarktsituation in Kaldenkirchen“, hob Marcus Optendrenk hervor. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Baugesellschaft sah das Projekt als weiteren Schritt, damit das Unternehmen mit ähnlichen künftigen Projekten „wachsen kann“ und in den neuen Räumlichkeiten dann entsprechend Platz für mehr Personal habe. Die Baugesellschaft sei mit ihren Partnern gut aufgestellt, so habe man durch frühe Planung nahezu alle Gewerke für diesen Bau rechtzeitig vergeben können.

Optendrenk nutzte die Gelegenheit, dem scheidenden Vorstand für die erfolgreiche Zusammenarbeit zu danken: Karth verlässt das Unternehmen im nächsten Monat auf eigenen Wunsch. Sein Nachfolger Volker Ruiter führt das Unternehmen und damit auch das Projekt Buschstraße fort, das früher fertig sein dürfte als geplant. Ursprünglich hatte die Baugesellschaft Sommer oder Herbst 2020 für die Fertigstellung angepeilt, doch Bauleiter Sven Fischer vom Krefelder Architekturbüro Dreika, das auch den Entwurf fürs Projekt erstellt hatte, kündigte an: „Stand jetzt wird das Gebäude schon im Mai nächsten Jahres bezugsfertig sein.“