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Nettetal: Baugesellschaft investiert 2,3 Millionen Euro

Nettetal : Baugesellschaft investiert 2,3 Millionen Euro

An der Steyler Straße in Kaldenkirchen entstehen bis zum Frühjahr 2018 zehn neue Wohnungen. Bereits seit den ersten Planungen gibt es immer wieder Anfragen von Interessenten

Die Werkzeuge blieben sauber, der hart gefrorene Boden ließ auch keinen symbolischen Spatenstich zu. "Aber die richtigen Arbeiten haben schon längst angefangen", sagte Susanne Fritzsche, Vorstandssprecherin der Baugesellschaft Nettetal und Technische Beigeordnete der Stadt, mit Blick auf die große Baugrube: "Dort wird ein Mehrfamilienhaus mit zehn Mietwohnungen entstehen." In dieses Objekt an der Steyler Straße in Kaldenkirchen investiert die Baugesellschaft 2,3 Millionen Euro. Von einem "finanziell gewaltigen Objekt" sprach Sven Karth, kaufmännischer Vorstand. Denn die Baugesellschaft setzt 750.000 Euro Eigenkapital ein.

Baustart mit Christian Schlicht (Firma Stroemer, v.l.), Tobias Offermann und Ralf Philippen (EGT Planung), Hermann-Josef Clemens (Firma Stroemer), Susanne Fritzsche, Sven Karth, Jan und Leonie Thelen (Architekturbüro Thelen). Foto: JOBU

"Eigentlich wird das Mehrfamilienhaus aus zwei versetzten Einheiten mit zwei Eingängen bestehen und wie zwei Häuser wirken", erläuterte Karth. Damit soll sich das Objekt "harmonisch ins Wohnumfeld mit großenteils Einfamilienhäusern" einfügen. Dass das Bauvorhaben mit Teilunterkellerung auch optisch etwas hermacht, ist der Baugesellschaft wichtig: Nach Bauvorhaben für Studenten, Flüchtlinge und Senioren komme man nun wieder zum Kerngeschäft. Laut Kern sei dies, "erschwinglichen Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen, Familien wie Paare oder Alleinstehende, anzubieten".

Das Objekt an der Steyler Straße wird das einzige sein, das die städtische Gesellschaft in diesem Jahr beginnen wird. "Wir haben zwei Winter in der Bauphase. Deshalb können wir die Bauzeit schlecht abschätzen, rechnen aber mit mindestens zwölf bis 14 Monaten", so der kaufmännische Vorstand.

Die Mietpreise sollen acht Euro pro Quadratmeter nicht übersteigen, dazu kommen 2,80 Euro Nebenkosten für jeden Quadratmeter. Als vor zwei Jahren erste Pläne für das Bauvorhaben bekannt wurden, meldeten sich erste Interessenten. Dazu Fritzsche: "Der Bedarf an Wohnungen ist eben sehr groß, vor allem in Kaldenkirchen." - "Wir haben eine Interessentenliste, werden aber erst mit den künftigen Mietern sprechen, wenn das Gebäude steht", so Sven Karth. Er geht davon aus, dass das Objekt voll vermietet ist, wenn es fertiggestellt ist.

"Wir setzen dabei auf Unternehmen und Fachleute aus der Region", so Fritzsche. So sind am Bau Nettetaler Firmen beteiligt, beim Architekten-Wettbewerb überzeugten die Pläne des Architekturbüros Udo Thelen aus Kempen.

(jobu)