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Nettetal: Ball liegt im Feld der Politik

Nettetal : Ball liegt im Feld der Politik

Der Stadtsportverband hat im Einvernehmen mit den Vereinen ein Konzept zur Sportförderung erarbeitet. Es wird zu Beginn der kommenden Woche dem Ältestenrat vorgelegt. Der Rat soll am 8. Februar endgültig entscheiden.

"Ich glaube, ich weiß jetzt jede Schräglage eines Grashalms genau einzuschätzen." Willi Wittmann, Vorsitzender des Stadtsportverbandes (SSV) Nettetal hat zum Gesprächsmarathon mit Vereinsvertretern, im Vorstand und mit den Spitzen der Stadt in dieser Woche auch noch ein ausgiebiges Seminar in Kunstrasenkunde gemacht. Was macht man nicht alles als Ehrenamtler, um möglichst viele Menschen in seinem Umfeld zufriedenzustellen.

Der Vorstand um Wittmann hat am Mittwochabend endgültig das Paket geschnürt, das am 8. Februar vom Stadtrat als Sportförderkonzept mit einer Laufzeit von zwanzig Jahren verabschiedet werden soll. Nach einer Vorstandssitzung stießen Vertreter jener Vereine hinzu, die Investitionsanträge an die Stadt gestellt haben. "Wir sind uns einig geworden, es gab bis auf eine Ausnahme auch bereits offizielle Zustimmung der beteiligten Vereine. Der verbliebene Verein muss noch im Vorstand abschließend beraten", erläutert Wittmann.

Dauerberatungen

Irgendwann im November begannen die seither fast ununterbrochenen Beratungen, die allen Beteiligten, vor allem dem SSV-Vorstand, einiges an Kraft, Geduld und Verhandlungsgeschick abverlangten. Am Mittwochabend stieg weißer Rauch an der Schulzenburg in Lobberich auf, Geschäftsführer Jürgen Hendricks informierte per E-Mail noch vor Mitternacht Bürgermeister Wagner und den Sportdezernenten Armin Schönfelder über das Ergebnis.

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Noch vor dem Wochenende erhalten die Fraktionsvorsitzenden das Ergebnis der Beratungen. Ihnen wird der SSV-Vorsitzende im Ältestestenrat zu Wochenbeginn die Einzelheiten näher erläutern.

Details mochte Wittmann aus Rücksicht auf die Informationsrunden des Rates nicht nennen. Fest steht aber, dass auch der BSV Leutherheide noch mit seinen Wünschen zur Platzanlage in das Paket aufgenommen wurde. Zu den Eckpunkten des Pakets gehört die Festschreibung der Zuschüsse zum Bau von Kunstrasenplätzen auf einen festen Pauschalbetrag. Der für die Sanierungen veranschlagte Betrag wurde abgesenkt. Es bleibt dabei, jeder Verein die Hälfte eines Investitionsvolumens aus eigener Kraft beibringen muss. "Die Vereine sind mit dem Konzept einverstanden, wir können kommende Woche für sie alle sprechen", so Wittmann.

Vor dem Hintergrund der Haushaltsprobleme hatte die Stadt vorgeschlagen, die verfügbaren Mittel in Höhe von 50 000 Euro auf einen Zeitraum von zwanzig Jahren zu bündeln. Dieses Geld soll für Investitionen ausgegeben werden, die die Sportvereine bis zu einem Stichtag beantragen mussten. Mit dem jetzt erzielten Vorschlag sind nach Wittmanns Angaben alle vorliegenden Anträge im Förderpaket aufgenommen.

(RP)