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Nettetal: Ausstellungsobjekt Wasser

Nettetal : Ausstellungsobjekt Wasser

Die Wanderausstellung "Feuchtlebensräume" zeigt die Moore, Fließgewässer und Stillgewässer sowie die Tierwelt, die den Naturpark Schwalm-Nette prägen. Die Schau ist bis zum 17. Juni im Info-Zentrum zu sehen.

Sein Lieblingsbild ist ein Stillgewässer. "Dieses Gegenlicht, diese Kontraste, dieses Abendrot – eine wunderschöne Gegend", schwärmt Hobbyfotograf Hans Georg Wende. Sein Bild vom Abendrot über dem Hinsbecker Bruch empfängt die Besucher der Ausstellung "Feuchtlebensräume" im Info-Zentrum der Biologischen Station im Naturpark Schwalm-Nette. Die Ausstellung, die im Zuge der Naturparkschau "Wandervolle Wasserwelt" entstanden ist, spiegelt das elementare Erlebnis in dieser einzigartigen Wasserwelt wider.

Perle der Natur

Dieses Erlebnis hatte Fotograf Hans Georg Wende schon bei der Vorbereitung zu der Wanderausstellung. 36 Schautafeln mit Fotos zeigen die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt des Naturparks Schwalm-Nette. Im Fokus der Schau stehen Moore, Fließgewässer und Stillgewässer sowie die darin lebende Tierwelt. "Die Ausstellung bietet einen Einstieg und Eindruck von der Perle der Natur, von der wir hier umgeben sind", erklärt Landrat Peter Ottmann.

Der Leiter der Biologischen Station, Ansgar Reichmann, hat die Ausstellung konzipiert. Ihm war besonders wichtig, das Wasser in seiner vollen ökologischen Bedeutung zu zeigen. "Wir wollen alle Facetten der Lebensräume mit ihren speziellen Anpassungen zeigen – dazu zeigen wir immer an den Stellwänden die passenden Karten, wo man diese Landschaft hier erleben kann", erklärt Reichmann. Die verschiedenen Gewässer sollen jedoch auch unter kritischen Aspekten beleuchtet werden. "Auch die Probleme wie Begradigung und Verschmutzung werden thematisiert – das gehört auch dazu, wenn man den Mensch an die Natur heranführt", so der Leiter der Biologischen Station.

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Hobby-Fotograf Hans-Georg Wende beobachtet die Natur durch seine Objektive schon seit 40 Jahren. "Gedanklich war das Bild schon lange vor diesem Schuss fertig", erklärt der 62-Jährige. Und trotzdem hat er mehrfach das Abendrot über dem Hinsbecker Bruch in den Fokus genommen. "Das hier ist intensiv und hat Tiefe", erklärt er und betrachtet das romantisch anmutende Bild. Eine Fotografie weiter geht es um die Tierwelt, die rund um die Gewässer lebt. Ein Eisvogel mit kleinem Fisch im Schnabel sitzt auf einem grün-bemoosten Ast. "Für dieses Bild habe ich fünf Stunden gebracht. Ich habe lange den Fischfang des Eisvogels beobachtet, bis ich raus hatte, wo er sich wann hinsetzt – und in dem Moment habe ich ausgelöst", erinnert sich Wende. Tausende Bilder hat er inzwischen schon vom Naturpark gemacht. "Das sind hier wunderschöne Motive, die der Naturpark bietet", schwärmt er.

(RP)