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Nettetal: Ausstellung im Gedenken der Kaldenkirchener Kriegsopfer

Nettetal : Ausstellung im Gedenken der Kaldenkirchener Kriegsopfer

Am kommeden Sonntag, 13. September, ist von 10 bis 18 Uhr im Bürgerhaus eine Ausstellung über die Zeit des Zweiten Weltkrieges und wie Kaldenkirchener davon betroffen waren. Dazu gehören auch fast 400 Totenzettel, die der Bürgerverein Kaldenkirchen vor 20 Jahren herausgegeben hatte.

Jahrelang hat Berti Verkoyen gewissermaßen von Haus zu Haus die Totenzettel gesammelt. Vielfach wurde er unterstützt. Er hat aber auch erlebt, dass man seiner Bitte nach Hilfe nicht nachkam. Hin und wieder sei er kaum weggekommen, denn die älteren Leute hätten viel zu erzählen gehabt. Tagelang wälzte er zudem verschiedene Bände im Pfarramt. 358 Tote Kaldenkirchener des Zweiten Weltkrieges, untergliedert in 217 Gefallene, 77 Vermisste sowie 64 Personen, die durch Kriegseinwirkungen ums Leben kamen, sind erfasst. Zur Ausstellung gehören neben den Totenzetteln auch Berichte mit zahlreichen Fotos über den Bombenangriff der Alliierten zu Pfingsten am 12. Mai 1940 gegen heranrückende Wehrmachtstruppen, der den Stadtkern traf, bei dem 180 Menschen ums Leben kamen, darunter neun Kaldenkirchener Bürger.

Bereits vor 15 Jahren wurden bronzene Gedenktafeln in der alten Kapelle auf dem Friedhof angebracht. Wichtige Daten des Zweiten Weltkrieges wurden dafür zusammengetragen - beispielsweise, dass der erste Gefallene Jakob Brünen am 19. September 1939 war. Diese Daten mit dem Ort des Todes sind - so weit bekannt - auf den Tafeln in der Kapelle mit angegeben.

Als der Bürgerverein die Ausstellung der Totenzettel im Jahr 1993 schon einmal organisierte, kam es häufig vor, dass Zeitgenossen Freunde aus ihrer Jugend entdeckten und viele Verwandte.

(sa)