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Nettetal: Aus zwei BLZ mach eins

Nettetal : Aus zwei BLZ mach eins

Die Filiale des Jobcenters in Nettetal ist umgezogen. Ab Montag befindet sich die Leistungsabteilung in Kaldenkirchen. Ende Januar zieht die Arbeitsvermittlung auch hierher. Sie ist solange in Bracht untergebracht.

Auf dem langen Fensterbrett im Büro von Günter Flüggen stapeln sich Bücher und Loseblatt-Sammlungen mit Gesetzestexten, die Akten und andere Unterlagen sind auch noch nicht alle in die Schränke eingeräumt. Aber von Chaos kann keine Rede sein, auch wenn Mitarbeiter des Beschäftigungs- und Leistungszentrums (BLZ) inmitten einer halben Baustelle ihr neues Gebäude bezogen haben. Ab Montag beginnt an der Poststraße 19 in Kaldenkirchen der ganz normale Betrieb.

Beendet ist damit eine monatelange Hängepartie für das Jobcenter. Das BLZ Nettetal musste das rathaus in Lobberich verlassen, weil dort der Platz für das neue Jugendamt benötigt wird. Als mit den ehemaligen Coram-Büros in Kaldenkirchen die passende Immobilie gefunden war, zogen sich die Verhandlungen länger hin, als den Beteiligten lieb war. So standen die Stadt und das Jobcenter immer mehr unter Zeitdruck.

Drei Tage für Umzug

Das ist Vergangenheit. Am Mittwochmittag packten die Mitarbeiter des BLZ mit dem Packen, am Donnerstag rückten nach einer detaillierten Logistik Umzugspezialisten an und räumten die Büros aus. Gestern waren die BLZ-Mitarbeiter damit beschäftigt, ihre Büros zu beziehen. "Am Montag nehmen wir, wie geplant, den Publikumsverkehr wieder auf", kündigte BLZ-Leiter Flüggen gestern an. Er und die insgesamt rund 40 Kollegen haben in der neuen Umgebung etwas mehr Platz als bisher im Rathaus.

Bis Ende Januar befindet sich allerdings die Arbeitsvermittlung vollständig im ehemaligen Hotel König in Bracht. Sie zieht erst dann um in der obere Etage des Bürogebäudes in Kaldenkirchen. Dann ist die Fusion der bisherigen BLZ Nettetal und Brüggen zu einer Einheit in Nettetal vollständig vollzogen.

Für Lars Tscheslog, Teamleiter Personal und Organisation, ist der Umzug des BLZ Nettetal und die Fusion mit Brüggen nur eine Baustelle im Wortsinn. Er fügt auch die anderen BLZ im Kreis zusammen, da aus neun nun erst einmal sechs werden. Nicht nur die Logistik eines Umzugs beschäftigt ihn, denn auch die IT-Technik wird angepasst — und das ist ein ebenso komplizierter wie nicht ganz fehlerfreier Prozess.

In Kaldenkirchen ist zunächst einmal die Abteilung untergebracht, die finanzielle Leistungen gewährt (Hilfen zum Lebensunterhalt). Wenn in zwei Monaten die Arbeitsvermittlung nachzieht, ist das BLZ komplett. Damit verbunden ist eine interne Umorganisation, die Abläufe strafft und Besucher und ihre Anliegen kanalisiert, um Warte- und Bearbeitungszeiten zu verkürzen. Im Empfang werden Mitarbeiter tätig sein, die routinemäßige Angelegenheiten direkt mit den BLZ-Kunden erledigen können. Nachgelagert und über Terminabsprachen gesteuert sind dann Vermittlung und Leistungsabteilung.

(RP)