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Nettetal: Arbeiten bei Wind und Wetter

Nettetal : Arbeiten bei Wind und Wetter

27 Mitarbeiter hat der Baubetriebshof der Stadt Nettetal. Die meisten von ihnen arbeiten in einer der fünf Kolonnen, die ständig im Stadtgebiet unterwegs sind, um für ein schönes Antlitz der Stadt zu sorgen.

Kontrollieren, reparieren und reinigen, pflegen, einsammeln und zurückschneiden: Die 27 Mitarbeiter des Nettetaler Baubetriebshofes haben alle Hände voll zu tun, sind täglich überall in der Stadt unterwegs, um ihr ein nettes Antlitz zu verleihen. Dabei hätten sie in ihrer "Basisstation" an der Breyeller Straße 106—108 in Lobberich genug zu tun. Denn der Bauhof ist in einem desolaten Zustand. Doch ein Neubau ist in Planung.

Den Bürgern am häufigsten über den Weg laufen die Mitarbeiter der fünf Kolonnen, die entweder den Bereichen "Tiefbau und Straßen" oder "Grünflächen" angehören, erklärt Ronald van Zanten, Leiter des Baubetriebshofes. Zudem kümmern sich drei Mitarbeiter um städtische Immobilien und helfen als "springende Hausmeister", weitere drei sind für den Bereich "Abwasser" zuständig.

Eine Frau in der Verwaltung

Die Arbeit, die die 26 Männer (eine Frau sitzt in der Verwaltung) tagtäglich verrichten, ist keine leichte: "Man benötigt Einsatzbereitschaft und körperliche Kraft und muss bereit sein, bei Wind und Wetter und im Notfall auch zu unangenehmen Zeiten zu arbeiten", sagt Bauingenieur van Zanten, der selbst möglichst einmal am Tag eine der Kolonnen besucht, um "das Ohr am Team zu haben".

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Frostschäden an den Straßen sind mittlerweile ein ganzjähriges Thema, immer wieder muss ausgebessert werden. Ein Mitarbeiter ist ausschließlich damit beschäftigt, die Nettetaler Straßen auf Schäden zu kontrollieren. Zudem kümmern sich die Mitarbeiter der Kolonnen "Tiefbau und Straßen" zweimal vier Wochen im Jahr um das sogenannte Straßenbegleitgrün. Hinzu kommen 800 Papierkörbe in der Stadt, die täglich bis alle vier Wochen geleert werden. "Viele entsorgen dort auch ihren Hausmüll, immer mehr auch in der Landschaft", sagt van Zanten, dessen Leute immer wieder auch Fernsehgeräte oder Autoreifen aus der "Walachei" ziehen.

13 000 Straßenbäume wollen von der "grünen Kolonne" einmal im Jahr kontrolliert und gepflegt werden, wozu der Hubsteiger zum Einsatz kommt, das größte der insgesamt 35 Fahrzeuge im Fuhrpark des Baubetriebshofes. 70 Spielplätze im Stadtgebiet werden einmal in der Woche auf ihre Sicherheit überprüft und gegebenenfalls gesperrt, falls Reparaturen nicht sofort erledigt werden können. Eine weitere Kolonne ist für die Parks, Grünanlagen und Außengelände von Schulen und Kindergärten zuständig, eine dritte kümmert sich um die sieben Nettetaler Friedhöfe — von der Grünpflege bis zur Bestattung.

Hand in Hand arbeiten "Blaue" und "grüne" Kolonnen, wenn es an den Winterdienst geht. Wenn's nötig ist, sind sie von 4 Uhr morgens bis 22 Uhr auf Nettetals Straßen unterwegs, um die Straßen von Eis und Schnee zu befreien. "Dann bleibt natürlich viel andere Arbeit liegen, die später nachgeholt werden muss", sagt van Zanten.

(RP)