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Anwohner in Nettetal-Lobberich beschweren sich über Raser auf der Freiheitsstraße

Nettetal-Lobberich : Raser auf der Freiheitsstraße

Anwohner der Freiheitsstraße in Lobberich beschweren sich, weil viele Autofahrer auf der Freiheitsstraße in Lobberich besonders in den Abend- und Nachtstunden zu schnell fahren. 50 Stundenkilometer sind erlaubt.

Wenn Klaus Kox aus dem Fenster in Richtung Freiheitsstraße schaut, dann kann er oft nur den Kopf schütteln. Seiner Meinung nach hält sich kaum ein Autofahrer an die vorgeschriebenen 50 Kilometer pro Stunde. „Es wird in beiden Richtungen zu schnell gefahren, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden. Da wird regelrecht gerast“, klagt der Anwohner. Der Lobbericher sieht in der Raserei nicht nur eine Gefährdung des Straßenverkehrs, sondern ihn stört auch der Lärm, den die Wagen verursachen, wenn sie beschleunigen.

„Man könnte meine, dort würden illegale Autorennen gefahren“, sagt Kox. Er wünscht sich nicht nur mehr Polizeipräsenz und Geschwindigkeitsmessungen, sondern auch mehr Hinweisschilder auf die zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde. Auch Bodenschwellen könnte sich der Anwohner vorstellen. „Ich stelle gern meine Einfahrt für Polizeieinsätze in Sachen Geschwindigkeitsmessungen zur Verfügung“, sagt er.

Die Freiheitsstraße verbindet den „Knochen“, wie der lang gezogene Kreisverkehr in Lobberich genannt wird, mit der Breyeller Straße und führt am Fenland-Ring vorbei. Es ist eine Strecke, die stark frequentiert wird. Sie führt zu den Einkaufzentren und auf der anderen Seite zum Krankenhaus.

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Das Rasen in den Abendstunden kann Ortsvorsteher Harald Post bestätigen. „Das ist aber nicht nur ein Problem der Freiheitsstraße, sondern gleich mehrerer Straßen in Lobberich. Gerade wenn das Wetter gut ist, sind die Raser mit Vorliebe am Abend unterwegs“, bemerkt Post. Der Doerkesplatz rund um das Rathaus ist ebenso beliebt wie der Bereich an der Werner-Jaeger-Halle. Generell würde das Gros der Verkehrssteilnehmer aber vernünftig fahren, die wenigen Ausnahmen fielen jedoch stärker ins Gewicht.

Die Kreispolizeibehörde Viersen sagt indes, dass es bislang an der Freiheitsstraße nicht zu Häufungen von Unfällen gekommen sei. „Wir haben es dort nicht mit einer Unfallhäufungsstelle zu tun. Da gibt es andere Stellen, an denen häufiger etwas passiert“, sagt Wolfgang Goertz, Sprecher der Kreispolizeibehörde. Eine davon ist der Kreisverkehr an der Steegerstraße/An St. Sebastian.

In Sachen Messungen der Geschwindigkeit an der Freiheitsstraße gab es in letzter Zeit weder durch die Polizei noch durch den Kreis solche. Eine Geschwindigkeitskontrolle an der Freiheitsstraße sei in jüngster Zeit nicht durchgeführt worden und sei auch nicht geplant. Bislang gebe es kaum Hinweise auf die Problematik. Sollten sich aber vermehrt Bürger bei der Polizei melden und auf Missachtungen der Straßenverkehrsordnung hinweisen, können Probemessungen durchgeführt werden. Diese könnten bei entsprechenden Ergebnissen auch zu einer fest eingerichteten Geschwindigkeitsmessstelle führen.

Der Pressesprecher der Kreispolizei verweist auf das Online-Formular der Polizei, mit dessen Hilfe Bürger Vorfälle melden können. Dazu gehörten auch Raser, die nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen im Straßenverkehr gefährden.