Nettetal: Anhaltende Hitze stoppt Wasserkraft in Rochlitz

Nettetal: Anhaltende Hitze stoppt Wasserkraft in Rochlitz

Extrem niedriger Pegel in der Zwickauer Mulde.

Die anhaltende Hitze von täglich mehr als 34 Grad in Sachsen setzt auch Nettetals Partnerstadt Rochlitz zu. Die Tageszeitung "Freie Presse" berichtet, dass der Pegel der Zwickauer Mulde einen Stand von 40 Zentimetern hat - 18 Zentimeter unter dem langjährigen mittleren Niedrigwert. Die Folge ist, dass das Wasserkraftwerk an der Rochlitzer Schlossmühle keinen Strom mehr erzeugt. "Das bisschen Wasser in der Mulde müssen wir für die Fischtreppe und den Wehrüberlauf lassen. Damit ist die Anlage bei null", zitiert die "Freie Presse" den technischen Leiter der in der Pfalz ansässigen Betreiberfirma. Die Anlage erwirtschafte keine Einnahmen, sondern erzeuge nur Kosten. Zusätzlich wirkt das Hochwasser der Zwickauer Mulde vor zwei Jahren nach. Der damals am Wasserkraftwerk erzeugte Schaden in Höhe von 150 000 Euro sei trotz staatlicher Hilfen nicht ausgeglichen worden. Nach Angaben der "Freien Presse" produziert die Rochlitzer Anlage 1,4 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das reicht, um rund 460 Haushalte mit einem Verbrauch von etwa 3000 Kilowattstunden im Jahr zu versorgen.

In Rochlitz wartet man sehnsüchtig auf Regen, zumal da auch Fischaufzuchten zunehmend in Bedrängnis geraten. Das Wasser ist viel zu warm geworden. Auch wenn es keinen Notstand in der Wasserversorgung gibt - die Grundwasserstände sind deutlich gesunken. Nun ruht die Hoffnung darauf, dass im Herbst/Winter so viel Regen fällt, dass dies ausgeglichen wird.

(lp)
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