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Andreas Rebers gastierte in Nettetal

Gelungener Auftritt in Nettetal : Kabarettist mit Ironie, Biss und Akkordeon

Andreas Rebers erhielt bei seinem Auftritt in der Werner-Jaeger-Halle viel Beifall.

Früher waren der Boss und seine Kinder dick, weil sie das nötige Geld zum Prassen hatten. Und die Malocher und ihre Kinder waren dünn, weil es ihnen fehlte. Heute, ließ Andreas Rebers seine amüsierten Zuhörer in der Werner-Jaeger-Halle wissen, ist es umgekehrt. In seinem aktuellen Programm „Amen“ hatte der Kabarettist auch die Erklärung parat. Heute ernährt sich die Unternehmer-Familie nach strengen Gesundheitsprinzipien, und das Proletariat mampft Chips.

Wie bei allen Verallgemeinerungen lässt sich auch hier das Problem natürlich differenzierter unter die Lupe nehmen. Aber es kommt auf Trends an. Und die weiß Rebers pointiert aufzuspießen. „Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht“, beurteilt er das politische Tagesgeschehen. „Wenn Maaßen noch zwei Fehler macht, ist er Bundeskanzler“.

Das kabarettistische Know-how beherrscht Rebers aus dem Effeff. Wie schon Werner Finck und Dieter Hildebrandt verstärkt er durch absichtliches Stottern die Wirkung der Pointe. Er kann Dialekte imitieren und Sänger wie Udo Jürgens oder Herbert Grönemeyer parodieren. Mit großer Sicherheit bewegen sich seine Finger auf dem Klavier und dem Akkordeon. Herrlich sind seine Lieder zum Akkordeon, in denen kritischer Text und simpel-fröhliche Volksmusik ironisch zu einer Einheit verschmelzen.

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Überhaupt versteht er sich auf Ironie und verpackt seine Botschaften, indem er provokativ das Gegenteil von dem sagt, was er meint.

Für die vielen Lacher und den begeisterten Beifall bedankte sich Rebers mit einigen witzigen Zugaben.