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Anbau der Kindertagesstätte St. Anna in Nettetal-Schaag muss wegen Nässe im Boden saniert werden

Schaag : Feuchter Boden in der Kita St. Anna

Wegen „eindringender Nässe“ muss der Anbau des Schaager Kindergartens saniert werden. Wie lange das dauert, ist derzeit unklar. 22 U3-Kinder müssen nun umziehen — zunächst ins Haupthaus, dann in provisorische Container.

22 Kinder der Kindertagesstätte St. Anna in Schaag müssen umziehen – zunächst innerhalb der Einrichtung, später dann noch mal in Container, die auf dem Gelände an der Happelter Straße aufgestellt werden sollen. Der Grund: eindringende Feuchtigkeit unter der Bodenabklebung des Anbaus. Wann die Räume wieder nutzbar sind, sei derzeit unklar, sagt Stadtsprecher Jan van der Velden. Wichtig sei zunächst: Sorgen um ihre Gesundheit müssten sich die Eltern, Kinder und Erzieherinnen nicht machen.

Für Sigrid Wulf ist es die erste Feuertaufe, wie sie sagt. Seit nicht mal vier Wochen ist sie kommissarische Leiterin der Kita, nun verfasste sie bereits einen Brief an die Eltern, in dem sie um Verständnis für den vorübergehenden Umzug bittet. In dem Anbau, der erst Ende 2016 in Betrieb genommen wurde, sind derzeit 22 Kinder unter drei Jahren in zwei Gruppen untergebracht. Von der Umquartierung betroffen seien aber alle der 132 Kita-Kinder, sagt Wulf: „Die 22 U3-Kinder kommen zu den 110 im Haupthaus hinzu. Dadurch wird ein Bewegungsraum zu einem Gruppenraum.“ Glück im Unglück: Der Flur im Haupthaus sei in einigen Bereichen so groß, dass dort in der Übergangszeit Bewegungsbaustellen eingerichtet werden könnten. „Und die Grundschule lässt uns an zwei Vormittagen in der Woche ihre Turnhalle nutzen“, berichtet Wulf. „Es ist toll, dass uns das möglich gemacht wird.“ So dürften die Kita-Kinder wöchentlich einmal für zwei und einmal für vier Schulstunden in die Turnhalle der Hubertusgrundschule. „Sie müssen sich ja bewegen“, sagt Wulf.

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  • Zwei Zeilen Bildunterzeile unter dem Foto.
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In den Räumen seien die Schäden nicht sichtbar, aber es habe Beschwerden von den Erzieherinnen gegeben, dass sie sich unwohl gefühlt hätten. Daraufhin habe die Stadt einen Gutachter für umfangreiche Untersuchungen beauftragt. Nettetals Erster Beigeordneter Michael Rauterkus und Jochen Müntinga (Geschäftsbereichsleiter Familie, Bildung und Soziales) informierten die Eltern über die Ergebnisse bei einem Informationsabend am vergangenen Montag.

Auch wenn die Schäden gesundheitlich unbedenklich seien, seien Sanierungsarbeiten aber dennoch dringend notwendig, heißt es von der Stadt. Bevor die 22 direkt davon betroffenen Kinder jedoch zunächst in das Hauptgebäude der Einrichtung umziehen können, müsse dafür eine entsprechende Betriebserlaubnis des Landesjugendamts vorliegen, berichtet Wulf: „Das Landesjugendamt ist informiert. Wir warten quasi stündlich auf die Rückmeldung.“

Noch sei nicht absehbar, wie lange die Sanierungsarbeiten dauern oder wie teuer sie werden, sagt Stadtsprecher van der Velden: „Aber es ist klar, dass es sich um größere Arbeiten handelt.“ Im Vordergrund stehe zunächst die Ermittlung der Ursache für die Nässe – und ob bei der Errichtung des Neubaus etwas versäumt wurde, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Zudem sei man derzeit dabei, Angebote für provisorische Container inklusive Küche und Toiletten einzuholen, berichtet van der Velden. „Je nach Angebot variieren auch die Termine, wann die Container stehen können“, sagt der Stadtsprecher. Derzeit rechne die Verwaltung mit vier bis acht Wochen.