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Alfred und Ingeborg Wesch feiern eiserne Hochzeit in Nettetal

Ehejubiläum : Beim Karneval kennengelernt

Am Dienstag, 6. November, sind Alfred und Ingeborg Wesch geborene Schmitz, aus Kaldenkirchen 65 Jahre miteinander verheiratet. Damit feiern sie das seltene Fest der Eisernen Hochzeit. Es war am 28. Januar 1951, als sich Alfred Wesch auf den Weg zum Karneval nach Leuth machte.

Dort lernte er Ingeborg kennen. In Venlo geboren, wuchs sie in Kaldenkirchen auf. Sie absolvierte eine kaufmännische Lehre im Betrieb Roggendorf an der Bahnhofstraße. Alfred Wesch wurde in Ragnit/Ostpreußen geboren, war Landsknechttrommler. 1943 wurde er zur Marine eingezogen, 1944 folgte der Reichsarbeitsdienst, dann ging es zur Ausbildung nach Königsberg. Dort erlebte er schlimme Angriffe. Nach mehr als vier Jahren in russischer Gefangenschaft kam er 1949 nach Kaldenkirchen, weil dort Verwandte der Mutter lebten. Er absolvierte eine Maurerlehre in Krefeld und bestand 1958 die Meisterprüfung. 50 Jahre lang engagierte er sich für die Handwerkerorganisation und seinen Berufsstand. Für seine Verdienste wurde er mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Handwerkskammer Düsseldorf geehrt. Ein halbes Jahrhundert gehörte er dem Vorstand der Baugewerbe-Innung an und fungierte als Lehrlingswart. Mitglied der FDP ist er seit 40 Jahren. Er gehörte dem Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde an. Ihr Haus baute er nach Feierabend, es dauerte daher etwa drei Jahre. Das Paar hat vier Kinder und drei Enkel.