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Nettetal: Acht Nettetaler für Verdienste geehrt

Nettetal : Acht Nettetaler für Verdienste geehrt

Beim Neujahrsempfang im Rathaus verlieh Bürgermeister Christian Wagner die Medaille "Ein Nettetaler" an engagierte Einwohner. In seiner Ansprache machte sich Wagner für eine Sanierung der Werner-Jaeger-Halle stark

Vom Weltgeschehen bis zur Politik in Nettetal hat Bürgermeister Christian Wagner (CDU) einen Bogen in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang am Samstag im Rathaus gespannt. Dabei machte er deutlich, dass auch das Leben in einer Kleinstadt durchaus beeinflusst wird von weltweiten Entwicklungen. Und dass Nettetal dabei Zeichen setzt in weltweiter Solidarität, vorgelebt durch engagierte Bürger, die mit dem "Nettetaler" geehrt wurden. In Sachen Lokalpolitik gab Wagner ein klares Bekenntnis zur Sanierung der Werner-Jaeger-Halle ab.

"Wir haben die Befürchtung, dass sich die unheilvollen Entwicklungen auch in 2017 fortsetzen", sagte Wagner und verwies auf terroristische Anschläge und Kriege, Katastrophen und Flüchtlingsströme in der Welt. Vor mehr als 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, unter ihnen eine Delegation aus der sächsischen Partnerstadt Rochlitz, hob Wagner hervor, dass auch Nettetal davon betroffen sei. Als "größte Herausforderung" nannte er dabei die "menschenwürdige Unterbringung von Menschen, die genau wie wir in Deutschland Sicherheit und Frieden suchen".

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Dass diese Herausforderung insgesamt bewältigt werden könne, sei auch engagierten Bürgern zu verdanken. "Dank eines breiten Konsenses von Stadt, Politik und Bürgerschaft widme man sich nun "der Integration der neu Hinzukommenden". Damit machte der Bürgermeister deutlich, dass sich einerseits die Nettetaler um die Menschen kümmerten, die aufgrund weltweiter Spannungen in die Seenstadt flüchteten. Andererseits sei Nettetal auch Ausgangspunkt für Hilfsmaßnahmen, die von hier aus Menschen in Krisengebieten zugute kommen.

So schlug Wagner eine Brücke von der lokalen politischen Bestandsaufnahme zum Höhepunkt des Neujahrsempfangs - der Verleihung des "Nettetalers". Denn einer der Geehrten ist solch ein Motor weltweiter Hilfsaktionen: Anestis Ioannidis. "Insbesondere durch sein langanhaltendes Engagement für in Not geratene Menschen in vielen Ländern der Erde" habe er sich "auch um die Stadt Nettetal verdient gemacht", lobte der Bürgermeister den Lobbericher. Der Gründer der Hilfsorganisation "Human Plus" erhielt den "Nettetaler in Silber". Diese Auszeichnung für Verdienste um die Stadt bekam auch Heinz-Willi Schmitz: Der Vorsitzende des Bürgervereins Kaldenkirchen habe zur Aufarbeitung der Geschichte, vor allem der ehemaligen jüdischen Gemeinde, beigetragen und sich viele Jahre im Stadtsportverband und im Kreissportbund engagiert.

Sechs Mitbürger erhielten den "Nettetaler in Bronze" für besondere Verdienste in einem Stadtteil. Geehrt wurde Waltraud Wiegers aus Kaldenkirchen, die das "Netzwerk Nachbarschaft" gründete. Sozial engagiert in der Kleiderkammer und in der Pfarrcaritas ist Inge Inkmann aus Lobberich, die krankheitsbedingt die Auszeichnung nicht persönlich entgegen nehmen konnte. Karl Heinz Bäumges aus Schaag ist seit vielen Jahren engagiert in Bruderschaft, Vereinen und Pfarrgemeinderat. Herbert Klopottek aus Leuth ist Mitbegründeter des Pfarrorchesters und schuf das Nettetal-Poster. Heinz Koch, der "Dorf-Chronist von Hinsbeck", zeichnet sich durch "heimatgeschichtliche Tätigkeiten" aus. Besonders um das Musikleben verdient gemacht hat sich Karl Heinz Küppers aus Schaag, für den der Chor "Liedertafel" eine Lebensaufgabe ist.

(jobu)