ABC-Großübung in Nettetal

ABC-Zug West: Feuerwehren üben für den Notfall

Die Einsatzkräfte des ABC-Zugs West probten in Breyell die Zusammenarbeit

(heko) Zur dritten Großübung des ABC-Zugs West auf dem Gelände der Lederfabrik Richard Hoffmans in Breyell hatten sich neben 13 Feuerwehrfahrzeugen und rund 70 Helfern Bürgermeister Christian Wagner (CDU), Beigeordneter Armin Schönfelder, Kreisbrandmeister Rainer Höckels und Stadtbrandmeister Leo Thoenissen eingefunden. „Ich hoffe, dass es keine Wiederholung von 1979 gibt, als vier Wochen nach einer Großübung das Werk abbrannte“, scherzte der technische Leiter der Lederfabrik Oliver Mauckner.

Es wurde simuliert, dass ein Mitarbeiter den Austritt von Ameisensäure festgestellt, einen bewusstlosen Kollegen gefunden und den Notruf betätigt hatte. Ziele waren etwa die Menschenrettung und die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen den Zügen. „Das geht so weit, dass der Einsatz detailliert dokumentiert wird bis zur theoretischen Weitergabe an die Rundfunkstationen zur Warnung der Bevölkerung“, sagte Sprecher Dirk Heussen.

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2014 entwickelten die Feuerwehren im Kreis Viersen aus den vorhandene Ressourcen ein Schutzkonzept für Einsätze mit ABC-Gefahren (atomare, biologische oder chemische Stoffe). Hieraus entwickelten sich der ABC-Zug West, bestehend aus den Feuerwehren Nettetal und Viersen, sowie der ABC-Zug Ost aus den Feuerwehren Kempen, Tönisvorst und Willich. Damit jeder seine Aufgabe im Einsatzfall kennt, gibt es regelmäßige Übungen.

Insgesamt verlief die dritte Großübung zufriedenstellend. „Wir haben unsere Ziele erreicht und die Handlungsabläufe zwischen den Feuerwehren Nettetal und Viersen verbessert“, sagte Einsatzleiter Heinz Willi Lehnen.