Nettetal 41 Jahre Finanzen des Bürgervereins gehütet

Nettetal · Als im Jahr 1970 die Deutsche Bank in Kaldenkirchen eine Filiale eröffnete, wurde Hans-Dieter Boos dort Leiter. Das wurde ihm "zum Verhängnis": Der Kaldenkirchener konnte sich der Bitte kaum widersetzen, Kassierer des damals neu gegründeten Bürgervereins zu werden. Der vereinigte damals den Verkehrs- und Verschönerungsverein, den Kulturring und die Bürgervereinigung Stadthalle. Jetzt, 41 Jahre später, gab Boos seine ehrenamtliche Aufgabe in jüngere Hände.

 Hans-Dieter Boos hat 41 Jahre lang die Finanzen des Bürgervereins verwaltet. Jetzt zieht er sich zurück.

Hans-Dieter Boos hat 41 Jahre lang die Finanzen des Bürgervereins verwaltet. Jetzt zieht er sich zurück.

Foto: Franz-Heinrich Busch

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Boos bildete mit dem Vorsitzenden Hanns Backes und Geschäftsführer Heinz-Willi Schmitz über viele Jahre ein erfolgreiches Gespann. Der mittlerweile 70-Jährige kümmerte sich nicht nur um die Finanzen. Er engagierte sich überdurchschnittlich und trieb Projekte voran. Das gilt, beispielsweise, für den Beitrag des Vereins beim Stadtjubläum vor wenigen Jahren.

Boos arbeitete in Ausschüssen des Bürgervereins intensiv mit. Er entwickelte Ideen für Verbesserungen auf dem derzeitigen und dem ehemaligen Friedhof und beteiligte sich an der Ausschilderung von Denkmälern. Er formulierte Wanderrouten und sorgte für fotografische Dokumentationen. Beteiligt ist Boos auch an den Vorbereitungen zu einer Beschreibung des Grenzwaldes. Auch um Koakerker Platt kümmerte er sich intensiv, erinnert sei an die Herausgabe von "Jrad erlefft on no all Jeschichte".

Ehefrau Roswitha musste manches Mal auf ihn verzichten, zumal er auch 20 Jahre Präsident der "Schlagbäume" war. Beide singen mit Leidenschaft im Kirchenchor "Cäcilia" der St.-Clemens-Pfarre. Hier war Hans-Dieter lange Schriftführer. Beide sind außerdem aktive Mitglieder des VN Kaldenkirchen.

Unter der ehrenamtlichen Arbeit hat der Beruf nicht gelitten. Boos war zunächst Leiter der Privatkunden-, dann der Firmenkundenabteilung in Viersen und schließlich der Unternehmensanalyse in Mönchengladbach und in Düsseldorf. "Die Aufgabe beim Bürgerverein hat mir sehr viel Spaß gemacht. Da ich nie vorhatte, von Kaldenkirchen wegzuziehen, war diese Tätigkeit für die Bürger in Kaldenkirchen gewissermaßen ein Stück Integration, da ich auswärts arbeitete. Im Vorstand des Bürgervereins arbeite ich als Beisitzer gerne weiter mit. Mein Durchsetzungswille ist ungebrochen", sagt er.

(sa)
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