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200 Kinder kämpfen beim Milchcup in Nettetal um den Sieg

Jaeger-Gymnasium war Gastgeber : 200 Kinder kämpfen beim Milchcup um Sieg

Das Werner-Jaeger-Gymnasium in Lobberich war Gastgeber für das Bezirksturnier des Milchcup. Deutschlands größtes Tischtennis-Turnier wurde zum 19. Mal  in Nordrhein-Westfalens Sporthallen ausgerichtet.

Kinder rufen durcheinander, sie blicken konzentriert auf die Tischtennisplatten, hier und da ein verärgertes Kopfschütteln und erfreutes Abklatschen mit den Teamkollegen. Rund 200 Dritt- bis Sechstklässler aus verschiedenen Schulen des Kreises Viersen, aber auch aus den Kreisen Wesel und  Kleve, dem Rhein-Kreis Neuss sowie Krefeld und Mönchengladbach waren beim Milchcup in der Sporthalle des Werner-Jaeger-Gymnasiums dabei. Das Gymnasium selbst war mit vier Teams vertreten.

Die elfjährige Emma besucht die sechste Klasse des Jaeger-Gymnasiums und ist sich fast sicher, dass ihr Team gewinnen wird: „In der Schule in den Pausen spielen wir immer Tischtennis zur Vorbereitung und wir sind auf jeden Fall auch besser geworden.“ Im Sportunterricht hätten sie auch geübt. Sportlehrer Wilfried Wolters begleitet die Mädchen und Jungen durch das Turnier, an dem die Schule schon seit vielen Jahren teilnimmt: „Das ist hier immer ganz begehrt. Bei dem Rundlauf-Turnier machen auch viele Schüler mit, die nicht im Verein sind. Das ist das Schöne daran.“ Die Teilnehmer mussten nur morgens den Unterricht besuchen, danach haben sie für das Turnier schulfrei bekommen.

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„Rund-schnell-genial“: Unter dem Motto begeistert der Milchcup nun zum 19. Mal landesweit mehr als 250.000 Kinder. Im Fokus des Wettbewerbs steht neben mehr Bewegung im Schulalltag außerdem eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Bei dem von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen ausgeschriebenen Turnier wird deswegen in den Pausen Milch zur Stärkung angeboten. Obwohl Veranstalter Malte Rachow noch bei der offiziellen Begrüßung der Kinder ausdrücklich darauf verwiesen hatte, dass „in der Sporthalle weder getrunken noch gegessen werden soll“, läuft fast jedes Kind mit einer Tüte Kakao oder Milch zwischen den Spielfeldern herum.

Insgesamt sind in der Halle neun Tischtennisplatten für das Turnier und sieben Platten zum Üben zwischendurch aufgebaut. Das Material hat der Westdeutsche Tischtennis-Verband zur Verfügung gestellt. Beim Tischtennis-Rundlauf treten dann jeweils zwei Teams, aus vier Spielern bestehend, gegeneinander an. Die Mannschaften  sind aus dem gleichen Jahrgang. Wer einen Fehler begeht, scheidet aus, bis sich nur noch zwei Spieler aus gegnerischen Teams gegenüber stehen und den Gewinner unter sich ausspielen. „Die Kinder sind eigentlich immer fair, nur wenige regen sich mal über eine Entscheidungen auf“, sagt Schiedsrichter Sören Weyers.

Auf der Tribüne sitzen die Mädchen und Jungen, die gerade kein Spiel haben und unterhalten sich über das Geschehen.

Timo (8) aus der dritten Klasse der städtischen Theodor-Fliedner-Schule in Meerbusch ist nach einem 5:0-Sieg sehr stolz auf seine Mannschaft und glaubt, das Turnier gewinnen zu können. Der gleichaltrige Kai aus seinem Team war vorher so aufgeregt, dass er „in der Nacht gar nicht richtig schlafen konnte“.

Für die Gewinnermannschaften aus den jeweiligen Jahrgängen geht es weiter: Sie sind am Donnerstag, 2. Mai, bei der Landesmeisterschaft in der Landeshauptstadt Düsseldorf dabei.