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Nettetal: 18 Tanzgruppen kämpften um den Titel

Nettetal : 18 Tanzgruppen kämpften um den Titel

Zum zweiten Mal fand in Nettetal am Wochenende der Streetdance-Contest für Kinder und Jugendliche statt. Die besten Gruppen qualifizierten sich für die Westdeutsche Meisterschaft im April in Kleve.

Trainerin Megan Walkowiak ist zufrieden mit dem Auftritt ihrer Gruppe. "Wir haben hart trainiert und unser Bestes gegeben, wir sind mit unserem Auftritt zufrieden", sagt die 17-Jährige der Gruppe "Funky Beat'z" aus Nettetal. In der Kategorie der "Juniors", der unter 18-Jährigen, musste sich die sechsköpfige Gruppe gegen vier andere behaupten und die Jury von ihrem Können überzeugen. Die Auftritte der Konkurrenten aus Nettetal, Geldern, Brakel und Düsseldorf schauen sich die Mädchen bewusst nicht an. "Das machen wir nie, das führt nur zu Verunsicherungen", erklärt Megan Walkowiak.

Ziel: Qualifikation für die Westdeutsche Meisterschaft

In der Werner-Jaeger-Halle steht alles im Zeichen von Tanz und Spaß. Es heißt wieder "Tanzen beim Streetbeat". Die Pokale funkeln im bunten Scheinwerferlicht. Die Jury sitzt in der Mitte des Zuschauerraums, abgeschirmt vom Publikum. Tim Mansen, bekannt aus der Tanzshow "Got to Dance", Baran Aydin (ebenfalls "Got to Dance") und Jamie Mejeh, 2013 Teilnehmer der TV-Sendung "Supertalent", machen sich Notizen, schauen sich die Auftritte der Gruppen aufmerksam an, müssen direkt nach dem Auftritt ihr Urteil abgeben. Alle der 18 teilnehmenden Tanzgruppen wollen sich für die Westdeutsche Meisterschaft im April in Kleve qualifizieren.

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Nicht nur Mädels zeigen Variationen aus Hip-Hop, Streetdance und Freestyle, auch Jungs haben sich angemeldet. Im sogenannten Freestyle-Battle treten die Tänzerinnen und Tänzer gegeneinander an. "Jede Gruppe hat zweieinhalb Minuten Zeit, dann kommt direkt das Urteil der Fachjury", sagt Caroline Walkowiak vom Tanzsportverein Nettetal. Bereits zum zweiten Mal organisiert sie den Streetdance-Wettbewerb in der Seenstadt. "Die Teilnehmer kommen aus ganz NRW und sogar aus den Niederlanden", sagt Walkowiak.

Choreografien und Kostüme

Die "EleMento" aus Dortmund stehen auf der Bühne. In weißen Tanktops und bunten Jogginghosen tanzen sie zu einem Musikmix aus den aktuellen Charts, der aus den dröhnenden Boxen kommt. Die Zuschauer feuern die Mädels an, machen Videoaufnahmen und Fotos vom Auftritt — zur späteren Analyse. Tim Mansen beurteilt den Auftritt der über 18-Jährigen so: "Ihr müsst mehr auf Sauberkeiten achten, wenn ihr eine Welle macht, dann nicht bei der Hüfte aufhören", so der Juror.

Jede Gruppe hat sich nicht nur mit einer Choreografie vorbereitet, sondern versucht, die Jury auch mit der Wahl der Kostüme zu überzeugen: Während die einen sich für knappe Lederhöschen und Netzstrumpfhose entscheiden, wählen andere lieber ein legeres Outfit, bei dem nicht die Figur der Tänzerinnen und Tänzer im Vordergrund steht. Die Nettetaler "Funky Beat'z" haben sich für einen "Army-Look" entschieden. "Das steht für Kampf, und wir wollen kämpfen und gewinnen", sagt Megan Walkowiak.

(janj)