Nettetal: 17-jähriger Kaldenkirchener stellt sich

Nettetal: 17-jähriger Kaldenkirchener stellt sich

Der Überfall auf einen Kiosk in der Bahnhofstraße in Kaldenkirchen am Mittwoch, 24. Februar, ist geklärt. Die Polizei berichtete gestern, bei ihr habe sich ein 17-jähriger Kaldenkirchener in Begleitung seines Vaters gestellt. Er legte am Dienstag beim Kriminalkommissariat 1 ein umfassendes Geständnis ab.

Dem Jugendlichen, der Reue und Einsicht zeigte, wird vorgeworfen, am Mittwoch vergangener Woche mit Sturmhaube und Sonnenbrille maskiert den Kiosk überfallen zu haben. Er hatte der allein anwesenden Inhaberin mit Reizgas gedroht und die Herausgabe von Geld gefordert. Die Frau reagierte beherzt und wollte dem Täter die Hartgeldkasse an den Kopf werfen. Dann drängte sie sich an ihm vorbei, um draußen um Hilfe zu rufen. Der Jugendliche brach den Überfall ab und flüchtete in Richtung Kanalstraße. An der Kreuzung mit der Bahnhofstraße wäre er beinahe in den Pkw eines Niederländers hineingelaufen, der in Richtung Tatort, also Innenstadt, abbiegen wollte. Seine Maskierung hatte er nach der Tat in einen Gullyschacht geschoben.

Der bei seinem Vater lebende Schüler ist starker Cannabiskonsument. Sein Taschengeld reichte nicht aus, um seinen Konsum zu finanzieren. Den Kiosk kennt er als Kunde, so kam er auf den Gedanken, sich dort fehlendes Geld zu besorgen. Dem Vater war aufgefallen, dass der Sohn sich seltsam benahm. Als er ihn zur Rede stellte, gab der die Tat unumwunden zu. Der Vater überzeugte seinen Sohn, sich der Polizei zu stellen. Der Jugendliche ist der Polizei wegen Cannbiskonsums bereits bekannt. Dem Vater gelang es offensichtlich auch, seinen Sohn davon zu überzeugen, dass er sich so schnell wie möglich in eine Drogentherapie begeben muss.

(RP)