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Nettetal: 125 Jahre Bruderschaft christlicher Mütter

Nettetal : 125 Jahre Bruderschaft christlicher Mütter

Im Mai 1890 gründete sich in der Pfarre St. Sebastian die heutige katholische Frauengemeinschaft.

Im Mai 1890 druckte die in Lobberich erschienene Zeitung "Rhein und Maas" eine kurze Notiz ab. Zur gleichen Zeit wurde ein Heftchen aufgelegt, in dem Statuten aufgezeichnet sind. Von diesen beiden Hinweise kann die katholische Frauengemeinschaft St. Sebastian heute, 125 Jahre später, ihre Gründung ableiten.

Gegründet wurde sie im Jahr 1890 von Bischof Herrmann von Münster. Die Frauengemeinschaft hatte aber bereits im Jahr 1856 als "Bruderschaft christlicher Mütter" ihren Ursprung. Es war die "christliche Erziehung der Jugend zu Glauben und Gottesfurcht", die damals im Mittelpunkt stand. Später wurde der Name für einige Jahrzehnte in den "Mütterverein" umgewandelt. Heute ist daraus eine Interessensvertretung der Frauen unter dem Dach der "kfd - Katholische Frauen Deutschlands" - geworden. In vielen Pfarrgemeinden hat die kfd eine wesentliche Bedeutung für das Gemeindeleben. Die Frauen entwickeln kulturelle Aktivitäten und bieten soziale Dienste an.

Auch in Lobberich steht das regelmäßig stattfindende Frühstück im Mittelpunkt des Gemeindelebens der kfd. Mehr als Hundert Frauen tauschen sich aus und genießen die Begegnung. Einmal im Jahr gibt es einen Ausflug zu einem interessanten Ziel. Kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung sind ebenfalls sehr beliebt. Das gilt auch für das Frühstück zum Erntedankfest sowie der ökumenische Weltgebetstag, an dem sich die Lobbericher Frauen beteiligen.

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Stolz ist die Frauengemeinschaft auf ihre Fahne, die ihren festen Platz in der Pfarrkirche hat. Das genaue Alter ist nicht bekannt. "Es muss sich aber um eine recht alte Fahne handeln", vermutet die Vorsitzende Petra Scherger. Sie folgte vor zehn Jahren der langjährigen Vorsitzenden Tini Adrians im Amt. "Die im Fahnenstoff verwendete Seide konnte nicht maschinell verarbeitet werden", hat sie von Fachleuten in der Abtei Mariendonk erfahren. "Daher kann die aufgestickte Jahreszahl 1945 nicht stimmen", berichtet sie. Das 125-jährige Bestehen haben die Frauen mit einer großen Kaffetafel gefeiert.

(RP)