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Zwölf alte Moerser Ansichten

Historie in der Grafschaft : Zwölf alte Moerser Ansichten

Der Grafschafter Museums- und Geschichtsverein hat zwölf Motive für den neuen Fotokalender 2020 ausgewählt. Der ist ab sofort zu kaufen.

Eine winterliche Schlittschuh-Szene auf dem Stadtgraben, ein Rasier- und Frisiersalon in der frühen Meerbecker Bergmannssiedlung, die Trotzburg noch ohne ihren heutigen Aufbau und der Königliche Hof, als dort noch Straßenbahnen verkehrten. Das sind nur vier von insgesamt zwölf Alt-Moerser Motiven, die in dem neuen Fotokalender 2020 des Grafschafter Museums- und Geschichtsvereins zu sehen sind.

Januar Schlittern und Eislaufen auf dem zugefrorenen Stadtgraben. Foto: GMGV

„Es ist schon eine ziemlich große Herausforderung, die alten Moerser Ansichten aus immer wieder neuen Perspektiven zu zeigen“, erklärte der zweite Vereinsvorsitzende Wilfried Scholten am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Kalenders im Rittersaal des Moerser Schlosses: „Aber ich denke, es ist uns gelungen.“

Juli Die Trotzburg gehörte zu den modernsten Hotel-Restaurants. Foto: GMGV

Das ist es in der Tat, was zum einen Scholtens fleißigen Recherchen im Stadtarchiv und Schloss, aber auch der privaten Schroeder-Schulz-Sammlung und dem Sammler Gregor Boese zu verdanken ist. Dazu kam die fachliche Hilfe des Moerser Grafikers Ingo Plückhahn, der die zum Teil schon recht blassen Originale in vielstündiger Kleinarbeit am Computer in druckfähige Vorlagen verwandelt hat.

Mai Die Steinstraße mit dreigeschossigen Wohngeschäftshäusern. Foto: GMGV

So wurde zum Beispiel das August-Foto, eine Bootspartie auf dem Moerser Stadtgraben, mit so zarten Farben aufgefrischt, dass es fast schon einem impressionistischen Gemälde gleicht. Und selbst ein Bild der einstigen Utforter „Musterzeche“ Schacht V, wirkt mit ihren Grünstreifen im Vordergrund fast schon ein wenig zu idyllisch. Andere Originale, wie eine Aufnahme des 1913 neu erbauten Moerser Amtsgerichts an der Haagstraße sind schwarz-weiß geblieben oder wie auch das Titelbild in nostalgischen Brauntönen gehalten.

Keines der Bilder ist bisher schon einmal in einem der vorherigen, seit 2015 alljährlich herausgegebenen historischen Moers-Kalender des Grafschafter Museums- und Geschichtsvereins erschienen. Darauf ist man zurecht stolz.

Und auch der Preis von 9,95 Euro hat sich seitdem noch nicht erhöht. „Wir möchten mit diesen Kalender vor allem älteren Moersern eine Freude machen, gleichzeitig aber auch Neubürger ansprechen, die sich für die Entwicklungsgeschichte der Stadt interessieren“, erklärte Wilfried Scholten.

Der neue Fotokalender 2020 mit alten Moerser Ansichten ist ab dieser Woche zum Preis von 9,95 Euro in der Barbara- und Thalia-Buchhandlung, sowie im Moerser Schloss und der Stadtinformation erhältlich.

Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen der weiteren Arbeit des Grafschafter Museums- und Geschichtsvereins zugute.