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Zwei bestätigte Corona-Fälle in Moers

Kontaktpersonen werden ermittelt : Zwei bestätigte Corona-Fälle in Moers

Beide Männer sollen sich unabhängig voneinander in der vergangenen Woche in Tirol aufgehalten haben.

In Moers gibt es jetzt zwei bestätigte Corona-Fälle. Wie der Kreis Wesel am Dienstag mitteilte, wurde bei zwei Männern eine Covid-19-Infektion nachgewiesen. Beide Patienten sollen sich – wohlgemerkt unabhängig voneinander – in der vergangenen Woche in Tirol (Österreich) aufgehalten haben. Beide, heißt es, befänden sich mittlerweile in häuslicher Absonderung, zeigten leichte Symptome und würden von Mitarbeitern des Fachdienstes Gesundheitswesen betreut. Mit Hilfe der Betroffenen werden derzeit ihre Kontaktpersonen ermittelt. Derweil hat die NRW-Landesregierung am Dienstag einen zeitlich unbefristeten Erlass mit entsprechenden Weisungen an die Kommunen beschlossen, der vorsieht, dass Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich abgesagt werden. Zur Eindämmung der Corona-Infektionen könnten die örtlichen Behörden auch Veranstaltungen mit weniger als 1000 Personen absagen, wenn es besondere Risiken gibt, heißt es. Zuständig für die Umsetzung des Erlasses sollen die Behörden vor Ort sein.

Ob deshalb in Moers und Umgebung in den kommenden Tagen und Wochen Veranstaltungen abgesagt werden, ist noch unklar. Die Stadt Moers verwies am Dienstagnachmittag zunächst auf den für alle Corona-Angelegenheiten zuständigen Kreis Wesel. Dort, heißt es, sei man derzeit unter anderem damit beschäftigt, sich einen Überblick über alle anstehenden Großveranstaltungen zu verschaffen.

So soll zum Beispiel am Samstag in der deutlich mehr als 1000 Besucher fassenden Enni-Eventhalle das erste internationale Boogie-Festival stattfinden. Veranstalter und „Moers Marketing“-Geschäftsführer Michael Birr sprach am Montag zwar von weniger als 1000 verkauften Karten. Auf Vorgaben der Behörden werde man aber reagieren, so Birr.

Auf der Kippe stehen könnten nunmehr auch das Stadtfest „Moerser Frühling“ mit verkaufsoffenem Sonntag am 4. und 5. April und der erste City-Trödelmarkt des Jahres am 29. März. Die Verantwortlichen in den Kommunen könnten Veranstaltungen absagen, eine Absage gegenüber dem Veranstalter anordnen, das geplante Ereignis verlegen oder ohne Zuschauer stattfinden lassen, heißt es im Erlass der Landesregierung.

Landesgartenschaugeschäftsführer Heinrich Sperling, der am 17. April in Kamp-Lintfort die Landesgartenschau eröffnen will, reagiert trotzdem gelassen. Aktuell bestehe keinerlei Handlungsbedarf, sagt er. „Die Arbeiten im Gelände laufen auf Hochtouren und wir planen derzeit unsere Eröffnungsveranstaltung – und auch die findet im Freien statt.“ Die Laga-Besucher verteilten sich in den beiden Geländeteilen auf insgesamt 40 Hektar Gesamtfläche.