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Zusammenarbeit zwischen Stadt Neukirchen-Vluyn und Tierheim Moers hat sich bewährt.

Zusammenarbeit zwischen Neukirchen-Vluyn und Moers : Tierheim und Stadt bekräftigen weitere Kooperation

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Neukirchen-Vluyn und dem Tierheim Moers hat sich bewährt.

Erneut in trocknen Tüchern ist der Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Neukirchen-Vluyn und dem Tierschutzverein Moers. Der Vertragsunterzeichnung ging eine entsprechende öffentliche Ausschreibung voraus, bei der der Tierschutzverein Moers den Zuschlag erhielt. In den nächsten drei Jahren bleibt das Team des Tierheims Ansprechpartner.

Zu Fundtieren zählen Hunde, Katzen, Kleintiere wie Kaninchen oder Schildkröten, die auf dem Stadtgebiet herrenlos aufgefunden werden. 60 Tiere wurden im vergangenen Jahr in Hülsdonk abgegeben: sieben Hunde, 34 Katzen und 16 Kleintiere. Angesetzt sind im Vertrag 50 bis 70 Tiere pro Jahr.

Neben Fundtieren kommen in Hülsdonk auch Tiere aus sogenannten Sicherstellungen unter, die über das Ordnungsamt verfügt werden. Die Zusammenarbeit ist seit Jahrzehnten erprobt, musste jedoch aufgrund der Vertragssumme ausgeschrieben werden. „Für uns ist die erneute Kooperation mit einem verlässlichen Partner komfortabel“, sagte Bürgermeister Harald Lenßen, der in dem Zusammenhang auf besondere Kriterien der Ausschreibung hinwies, wie die Nähe und neuerdings eine 24-Stunden-Erreichbarkeit.

„Die Entscheidung lag bei der Stadt“, sagte Roberto Sonfeld vom Ordnungsamt über das Vergabeverfahen, an dem drei Bieter aus dem Umfeld teilnahmen. Ausschlaggebend ist neben dem finanziellen Part das Tierwohl, insbesondere bei der Unterbringung. Hinzu kommt die Erreichbarkeit mit einer Anfahrt von rund zehn Kilometern.

Lenßen: „Eine rundum sichergestellte Notdienstversorgung könnten wir als Stadt gar nicht leisten.“ Sie gewährleistet über den Duisburger Dienstleister Tierrettung Schütz eine 24-Stunden-Erreichbarkeit. Die externe Tierrettung kümmert sich von 18 bis 8 Uhr um Notfälle, das Tierheim ist tagsüber Ansprechpartner. „Die 24-Stunden-Betreuung ist nötig, beispielsweise um Tiere nach einem nächtlichen Brand, einem Unfall oder bei einem Sterbefall umgehend unterzubringen“, sagte Peter Kuhnen vom Vereinsvorstand über den aktualisierten Leistungskatalog.

Wie wichtig ein Notdienst ist, mache beispielsweise ein weiterer Vertragspartner des Tierheims deutlich. „Wir haben dort acht bis zehn Notfälle pro Monat“, berichtete Kuhnen. Für ihn ist die vertragliche Fortschreibung mit Neukirchen-Vluyn für die nächsten drei Jahre eine „große Freude“. Dass sich das Tierheim in der Unterbringung zeitgemäß und energetisch zukunftsorientiert aufgestellt hat, zeigt der Neubau des Hundehauses.

Weitere Projekte liegen auf dem Tisch, wie Birgit Mühlberger vom Vorstand berichtete. Geplant ist unter anderem eine Quarantäne- und Krankenstation, besonders nötig für verwilderte Katzenfundtiere. „Wir erleben unter anderem auch, dass Urlauber herrenlose Hunde und Katzen mitbringen und so die Tollwutgefahr steigt“, so Birgit Mühlberger. Die Projektkosten liegen bei rund 120.000 Euro. Der Vorstand hofft auf einen 80-prozentigen Kostenzuschuss aus NRW-Förderprogrammen, die gezielt für Tierheime aufgelegt wurden.

Rund 800 Tiere wurden im vergangenen Jahr aufgenommen und größtenteils vermittelt. Neben 8,75 festen Arbeitsplätzen kümmern sich gut 60 Ehrenamtliche als Katzenkuschler und Gassigeher um die Tiere. Der gemeinnützige Tierschutzverein in Neukirchen-Vluyn ist auf Spenden angewiesen und hat aktuell knapp 800 Mitglieder. Auch der Vorstand ist im Ehrenamt tätig. Informationen im Internet unter

www.tierheim-moers.de