Unsere Woche: Wirtschaftsförderung im Matsch

Unsere Woche: Wirtschaftsförderung im Matsch

Die Einzelhändler in der Moerser Innenstadt hoffen auf die letzten sieben Tage. Sieben Tage, in denen sie die Bilanz ihres Weihnachtsgeschäftes aufbessern können, denn bisher klingelt's noch nicht so richtig in den Kassen. Besseres Wetter, mehr Besucher aus dem Umland, es gibt einiges was ihnen helfen könnte. Was eher schadet, lässt sich seit dieser Woche auf den Parkplätzen an der Mühlenstraße beobachten. Weil an ein angrenzendes Gebäude an den Parkplatz eine Fluchtreppe gebaut werden muss, hatte der Bauherr für diese Woche eine Sondergenehmigung, um dafür auf dem Parkplatz einen Kran aufzustellen.

Also sperrte man das Areal am Montag mit Flatterband ab. 30 Parkplätze weniger. Das Ärgerliche nur: Schnee, Regen und anschließend jede Menge Matsch verhinderten den Kran - aber nicht, dass weiter rot-weißes Flatterband die 30 Parkplätze zum exterritorialen Gebiet erklärt. Ob's am Montag wieder so trocken ist, dass der Kran kurz vor Weihnachten stehen kann, ist fraglich. Die Matsche und die riesige Moerser Seenplatte reduzieren nicht nur die Zahl der Parkplätze.

Für die städtische Parkgebühr gibt es derzeit nicht nur wie bisher Schotter, sondern den gleich angereichert in matschiger Pampe. Doch die Stadt verzichtet angesichts der Verhältnisse keineswegs auf die Parkgebühr, bis wieder alles trocken ist. Das wäre nicht nur nett und angemessen, sondern ganz praktische Wirtschaftsförderung. Wenn schon Besucher zum Weihnachtsmarkt und in die Innenstadtgeschäfte kommen, muss man dann noch Parkgebühren für eine matschige Fläche nehmen? Das wäre doch Wirtschaftsförderung, wenn man so den Einkauf in Moers ein wenig attraktiver machen könnte, oder?

(RP)