„wir4“-Städte präsentieren sich auf LaGa

Landesgartenschau in Kamp-Lintfort : „wir4“-Städte präsentieren sich auf LaGa

Mit einem gemeinsamen Pavillon wollen die Kommunen für sich und die Region werben.

Mehr als eine halbe Million Gäste erwartet Kamp-Lintfort im kommenden Jahr. Vom 17. April bis zum 11. Oktober findet in unmittelbarer Moerser Nachbarschaft die Landesgartenschau (LaGa) statt. Von diesem Großevent soll auch die Grafenstadt profitieren. Die Frage ist, wie das geschehen kann. Seit Monaten fordern Vertreter aus Politik und Wirtschaft, dass die Verwaltung ein entsprechendes Konzept vorlegt. Das hat sie jetzt getan. Gemeinsam mit den „wir4“-Städten Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg will sich Moers in einem gemeinsamen, 48 Quadratmeter großen Pavillon präsentieren. Das liegt auch an einer organisatorischen Besonderheit.

Zum allerersten Mal überhaupt wird es bei einer Landesgartenschau kostenlose Ausstellungsflächen geben. Um die sich bietenden Chancen optimal zu nutzen, hätten sich die „wir4“-Städte mit der LaGa GmbH auf einen gemeinsamen Auftritt verständigt, sagt die Stadt. Der Plan dafür steht. Mit den Themen „Arbeiten“, „Wohnen“, „Bildung“ und „Freizeit und Kultur“ wollen die Kommunen als Region punkten und LaGa-Besucher zum Wiederkommen animieren.

Die 320 Quadratmeter große Ausstellungsfläche liegt auf dem ehemaligen Zechengelände in zentraler Lage zwischen Quartiersplatz, Gastronomiebereich und Hauptachse. Insgesamt rund 76.500 Euro sollen die Einrichtung des Pavillons und die Gestaltung der befestigten Außenflächen kosten. Einen Anteil von 15.000 Euro habe Moers bereits verbindlich zugesagt, sagt die Verwaltung. Die Gesamtsumme soll nach Möglichkeit durch Sponsorenleistungen reduziert werden. Die nach Abzug aller Sponsoreneinnahmen und -leistungen verbleibende Restsumme werde dann zwischen den „wir4“-Städten zu gleichen Anteilen aufgeteilt, heißt es.

Im Gegenzug wird sich jede „wir4“-Stadt eine Woche lang vor Ort mit Personal und Programm präsentieren. Heißt: In diesem Zeitraum haben die Kommunen gemeinsam mit Akteuren aus der Stadtgesellschaft – mit Vereinen, Institutionen oder Unternehmen – die Möglichkeit, den Pavillon zu nutzen und mit verschiedenen Aktivitäten bespielen. Darüber hinaus können die Städte die Präsentationsfläche aber auch flexibel buchen, zum Beispiel um im Fall Moers auf das Jazz- oder Comedy-Arts-Festival, das Schlossfest oder die Gästeführungen hinzuweisen.