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Wilder Müll: CDU-Fraktion Moers fordert mehr Kontrollen

Diskussion in Moers : Wilder Müll: CDU fordert mehr Kontrollen

Die Grillsaison in den Grünanlagen hat begonnen. Und wie jedes Jahr gibt es Ärger wegen liegen gebliebenen Unrats. Die CDU mahnt die Umsetzung der neuen Satzung für den Freizeitpark an.

Das Foto wurde in Kapellen gemacht und zeigt die Hinterlassenschaften einer offenbar recht wüsten Feier. Ein Haufen Müll ist zu sehen, zerbrochene Liegestühle – eine große Sauerei. „Im Moerser Freizeitpark sah es an den vergangenen Wochenende nicht viel besser aus“, bedauert Ingo Brohl, Vorsitzender der CDU-Fraktion, die das Foto aus Kapellen an die Presse schickte. Kaum werden die Tage schöner, zieht es die Menschen in die Grünanlagen de Stadt, manche haben dabei wieder den Grill im Gepäck. Mit den üblichen Folgen: Der Ärger über liegen gelassenen Müll ist groß, und dabei hat der Frühling erst angefangen.

Die CDU fordert ein härteres Durchgreifen gegen die Müllsünder. „Wir brauchen mehr Personal für Kontrollen“, sagt Brohl. Schon in den Diskussionen zum aktuellen Haushaltsplan habe die CDU – vergeblich – fünf zusätzliche Stellen für den Fachbereich Ordnung beantragt. Seit Jahren ist die Stadt gehalten, Stellen abzubauen, um Geld zu sparen, neue Stellen würden aber neue Ausgaben bedeuten. Dazu Brohl: „Wir glauben, dass sich die neuen Stellen refinanzieren, wenn mehr Müllsünder zur Kasse gebeten werden.“ Die Moerser könnten auch dadurch profitieren, dass die Müllgebühren sinken, weil die Enni nach den „Grill-Wochenenden“ nicht jedes Mal ran müsste.

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Für den Moerser Freizeitpark hat die Politik eine neue Satzung beschlossen, nach der unter anderem nur noch in zwei ausgewiesenen Zonen gegrillt werden darf. Das Grillverbot in anderen Bereichen scheint bislang kaum jemanden zu kümmern – was wohl auch daran liegt, dass die entsprechenden Hinweise im Park noch fehlen. „Nach Ostern werden Hinweisschilder aufgestellt“, kündigt Stadtsprecher Thorsten Schröder an. Auch die beiden Grillzonen sollen kenntlich gemacht werden.Und: Zusätzliche Müllbehälter sollen Parknutzer dazu animieren, ihren Unrat ordnungsgemäß zu entsorgen. Das Ordnungsamt werde Kontrollen durchführen, auch am Wochenende, sagt Schröder. „Aber nur stichpunktartig, nicht flächendeckend. Dafür haben wir nicht genug Personal.“ Es gebe einen politischen Beschluss, die Einhaltung der Grillsatzung im Freizeitpark vorläufig mit dem zur Verfügung stehenden Personal zu kontrollieren und gegebenenfalls personell nachzusteuern, wenn dies sich als nötig (und finanziell möglich) erweisen sollte.

Der Park in Kapellen sei, was das Grillen angeht, bislang nicht massiv aufgefallen, sagt Schröder. „Grundsätzlich stehen wir auch auf dem Standpunkt, dass Moers tolle Grünanlagen hat, und natürlich wollen wir, dass die Menschen die Anlagen nutzen.“ Letztlich sei es Sache der Politik, zu entscheiden, was verboten und was erlaubt sein soll – wie bei der neuen Satzung für den Schloss- und Freizeitpark.

Was die Kontrollen im Freizeitpark betreffe, werde der Einsatzplan für die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes gerade abgestimmt, sagte Beigeordneter Claus Arndt am Mittwochenabend im Stadtrat. „Die Kontrollen sollen im Mai starten. Wir haben allerdings nicht die Absicht, von Anfang an mit Bußgeldern zu drohen. Bei einer so neuen Regelung, die wahrscheinlich auch viele Auswärtige trifft, die davon noch gar nichts mitbekommen haben, wollen mit erst einmal mit Informationen arbeiten.“

Anders ist die Lage beim Parken auf der Rasenflächen gegenüber der Aumühle. „Das ist keine Straßen-, sondern eine Parkfläche, sie wird aber so genutzt, als ob es ein Parkplatz wäre, vor allem an den Wochenenden“, erklärte Moers’ Technischer Beigeordneter Thorsten Kamp. „Entlang der Venloer Straße werden wir deshalb jetzt kurzfristig  Bordsteine aus Naturstein setzen, die wir woanders ausgebaut haben. Baulich wird es dann gar nicht mehr möglich sein, dort drauf zu fahren. Außerdem wird es eine stärkere verkehrsdienstliche Überwachung geben.“