Theater: Wild-West-Krimi auf der Gartenschau

Theater : Wild-West-Krimi auf der Gartenschau

Schüler der Unesco-Schule in Kamp-Lintfort nehmen die Laga 2020 zum Anlass für eine Reise ins Zeitalter der Sheriffs. Ein Mord sorgt vor dem Großevent für Aufregung.

Hilfe, wir haben eine Leiche im Klostergarten! Am Freitag, 22. Juni, um 19.30 Uhr wird der Literaturkurs des zwölften Jahrgangs der Unesco-Schule Kamp-Lintfort das Theater-Stück "Mord auf der Gartenschau - ein Camp-Lintfort-Western-Krimi" auf den Bühnenbrettern der Stadthalle Kamp-Lintfort zur Uraufführung bringen.

Um was gehts? Am Abend vor Eröffnung der Landesgartenschau findet ein Wachmann einen übel zugerichteten Toten neben dem Rednerpult. Die Western-Stadt Camp-Lintfort hat jetzt ein Problem: Muss der Bürgermeister nun aufgrund des gruseligen Leichenfundes die Gartenschau absagen? Die Untersuchungen beginnen unverzüglich. Und es gibt weitere Aufregung: Der stadtbekannte Ganove Frank Miller soll mit dem nächsten Zug am Bahnhof eintreffen, um sich an Sheriff Kane zu rächen. Der hat jedoch gerade seine geliebte Amy geheiratet; sie weiß aber noch nichts von der schönen Helen Ramirez: Sie ist nicht nur als Betreiberin des Saloons "Goldener Diamant" beliebt. Fortsetzung folgt.

Einen Gastauftritt hat im Laufe des Stückes Kalli, das bekannteste Erdmännchen Lintforts und Maskottchen der Landesgartenschau 2020: Die Schüler des Literaturkurses zeigen Kamp-Lintfort aus der Perspektive von Wild-West-Filmen: Es ist Goldgräber-Stimmung, jeder der Stadtbewohner will möglichst schnell ein kleineres oder größeres Stück Gewinn vom Laga-2020-Projekt erbeuten. Die Inszenierung vermischt Motive eines Westerns von Fred Zinnemann ("High Noon - 12 Uhr mittags") mit eigenen Szenenerfindungen der Gruppe: Um sich über die Stadtgeschichte zu informieren, hatten die Schüler Experten vom Zentrum Kloster Kamp, vom Museum "Haus des Bergmanns" und vom Stadtplanungsamt zu den Proben eingeladen.

Der Literatur-Kurs inszeniert den Krimi rund die Besiedlungsgeschichte von Kamp-Lintfort: Im Mittelalter gründeten Mönche um das Jahr 1123 das Kloster Kamp. Die Mönche machten die sumpfige Gegend landwirtschaftlich nutzbar und kultivierten die Menschen am Niederrhein durch Bildung. Ein paar Jahrhunderte später wurde im Jahr 1854 Kohle am linken Niederrhein gefunden. Die Zeche und die Siedlung in Kamp-Lintfort wurden dann ab dem Jahr 1906 errichtet. Nach dem Ende der Zeche im Jahr 2012 kommt jetzt die Landesgartenschau nach Kamp-Lintfort.

Der Eintritt kostet 2,50 Euro, an der Abendkasse gibt es Karten fürdrei Euro. Achtung: Ermäßigten Eintritt gibt es für als Mönch, Bergmann, Gärtner oder Cowboy verkleidete Gäste. Den Theaterabend gestalten elf Schüler der Oberstufe der Unesco-Schule: Emma Capra, Orhan Dilsiz, Levin Jäkel, Philip John, Pascal Koppers, Lejla Muminovic, Caitlin Pilenz, Zoe Potschka, Annalena Schuhmacher, Saskia Weber und Celine Zurek (alle Jahrgangsstufe 12). Licht: Julian Jacobs und Paul Dohmen; Leitung: Jörg Grütjen.

(RP)
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