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Wieder tödlicher Unfall auf Ruhrorter Straße in Moers

Tragödie in Moers : Wieder tödlicher Unfall auf Ruhrorter Straße

Ein 67 Jahre alter Radfahrer ist am Freitagabend von einem Auto angefahren worden und im Krankenhaus gestorben. Der Unfallwagenfahrer überquerte die Kreuzung Römerstraße/Ruhrorter Straße bei Rot. Es ist nicht das erste Unglück an dieser Stelle.

Ruhrorter Straße/Römerstraße: Kaum eine Kreuzung in Moers ist häufiger befahren, kaum eine scheint gefährlicher zu sein – nach wie vor. Zum zweiten Mal innerhalb von zweieinhalb Jahren hat es dort jetzt einen tödlichen Verkehrsunfall gegeben. Am Freitagabend verunglückte ein 67 Jahre alter Radfahrer aus Moers. Er starb, weil ein Autofahrer bei Rot über die Ampel fuhr.

Rückblick: Es ist 17.41 Uhr, als der Moerser auf seinem dunkelroten E-Bike auf die Kreuzung zu radelt. Die Ampel zeigt für ihn Grün, geradeaus überquerte er deshalb die Ruhrorter Straße. In diesem Augenblick macht ein 33 Jahre alter Autofahrer aus Neukirchen-Vluyn einen verhängnisvollen Fehler. Anstatt an der roten Ampel zu halten, fährt er weiter und rammt den von rechts kommenden Radfahrer. Der 67-Jährige hat keine Chance. Obwohl er einen Helm trägt, erleidet er schwerste Verletzungen. Der angeforderte Rettungshubschrauber muss unverrichteter Dinge wieder abfliegen, weil es nicht gelingt, den Patienten für den Transport zu stabilisieren. Der Notarzt bringt den Radfahrer im Rettungswagen in ein Krankenhaus. Dort stirbt der Moerser noch am selben Abend. Auch der Fahrer des Unfallwagens muss wegen eines Schocks behandelt werden.

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Die Szene erinnert an jenen anderen furchtbaren Unfall, der vor zweieinhalb Jahren an derselben Kreuzung geschah. Im November 2016 starb Konstantinos Rentzos. Ein Kleinbusfahrer erfasste den Jungen und seine damals 13 Jahre alte Freundin, als sie die Römerstraße im Bereich einer Fußgängerfurt überquerten. Bis heute ist der genaue Hergang nicht geklärt. Ermittelt wird unter anderem, ob die Kinder die Fahrbahn bei Rot oder bei Grün betraten. Fest steht: Der Unfallfahrer war mit 100 bis 110 Stundenkilometern bei seinerzeit erlaubten 70 km/h deutlich zu schnell unterwegs.

Erst im Februar dieses Jahres hatte der Landesbetrieb Straßen NRW die Ampelanlage an der Kreuzung in Asberg umgebaut. Durch die neue Schaltung sollte unter anderem die Grünphase für Fußgänger länger werden. Die Ruhrorter und die Römerstraße werden von vielen Kindern und Jugendlichen auf ihrem Schulweg passiert. Offiziell hatte die Ampel-Umrüstung und eine Tempo-Reduzierung auf 50 km/h nichts mit dem Unfall aus 2016 zu tun. Die Kreuzung galt für die Behörden bislang nicht als Unfall-Schwerpunkt.

Im sozialen Netzwerk Facebook wird jetzt unter anderem die Frage aufgeworfen, ob die Ampelphasen zur Erhöhung der Sicherheit noch einmal überarbeitet werden müssen. „Vielleicht wäre es hilfreich, bei Rot auf der Ruhrorter Straße eine deutliche Verzögerung für Grün auf der Römerstraße zu schalten – quasi einige Sekunden Rot für alle Seiten als Sicherheitspuffer“, schreibt ein Nutzer. Die Ermittlungen der Polizei zum Unfallhergang laufen derweil. Mit neuen Erkenntnissen wird Anfang der Woche gerechnet.