Wie Kinder ihre Welt sehen: Kunstprojekt an der Kita St. Barbara Moers

Kita St. Barbara : Wie Kinder ihre Welt sehen

Mädchen und Jungen vom Meerbecker Kindergarten St. Barbara haben mit Unterstützung des Künstlers Andreas Baschek-Punge Bilder für eine Ausstellung gemalt. Es geht um das Miteinander, den Stadtteil, die Freunde.

„Kinder sehen ihre Welt“ – ein ebenso reizvolles wie ansprechendes Kunstprojekt. Der Kindergarten St. Barbara in Meerbeck an der Eupener Straße stellt es vor. Die Kita-Leiterin Nadine Coen und der Künstler Andreas Baschek-Punge

hatten die Idee und stellten zu dem Thema „Du und Ich“ sind „Wir“ eine Ausstellung auf die Beine.

„Verschiedene kulturelle Einflüsse bestimmen unseren Alltag“, erläutert die Leiterin. Der Umgang mit diesen Unterschieden sei auch in der Einrichtung spürbar – und sei nicht ohne Einfluss auf die Wahrnehmung der Kinder, die ihren Stadtteil als ihr zu Hause sehen. „Mit unserer Aktion wollen wir der kindlichen Wahrnehmung Raum geben, um deutlich zu machen, wie klar ein Miteinander ist, wenn es mit Kinderaugen gesehen wird“, so Nadine Coen.

Der Künstler Andreas Baschek-Pungehat die Idee mit seinen künstlerischen Möglichkeiten unterstützt und gefördert – und in einem einwöchigen Projekt vorbildlich gestaltet. „Die kleinen Künstler und Künstlerinnen bringen hier in ihren Bildern und Zeichnungen deutlich zum Ausdruck, was sie an ihrem Stadtteil schätzen und lieben“, so Baschek. Ein beliebtes Objekt war nach seiner Einschätzung immer wieder die Kirche, aber auch die Kita, Motor- und Fahrräder, die Spielwiese natürlich auch die Freunde und Freundinnen. Nach einem fairen Abstimmungsverfahren werden nun die schönsten Bilder ausgewählt, die eigensfür das Kunstwerk geschaffen wurden. „Mit diesem Verfahren sollen den Kindern zudemdemokratische Abstimmungsprozesse näher gebracht werden“, so der Künstler.

Eine Methode, die auch Eva Zurek vom Stadtteil-Büro Meerbeck-Hochstraß begrüßte. Die ausgewählten Bilder – es sind zwanzig – werden durch ein Siebdruckverfahren auf Planen gebracht und mit Hilfe und Unterstützung der Eltern am Außengelände des Zauns, der den Kindergarten eingrenzt, sichtbar befestigt – zum Bestaunen und Bewundern der Besucher. Die Preisträger werden mit einem gerahmten Foto ihres Werkes ausgezeichnet.

Der Bürgermeister wird am Montag, 4. November, die Preisübergabe übernehmen, um deutlich zu machen, dass ihr Tun von der Gemeinschaft gesehen wird und ihm Wertschätzung zuteil wird. Die Dauer des Projektes: bis Dezember 2019.

Die Kita-Leiterin spricht bei dieser besonderen Aktion auch die neue veränderte Pädagogik in den Kindergärten an. „Das Bedürfnis der Familien nach Unterbringung und Ganztagsbetreuung der Kinder nach dem ersten Lebensjahr sei gewachsen.“ Gefördert werde ebenso: Die frühkindliche Bildung und die Qualität der Betreuung. Die Kitas sind nach ihrer Meinung unentbehrlich. Sie seien Teil unserer Gesellschaft, förderten Kultur und Solidarität gleichermaßen - und „gelten darüber hinaus als Lebensraum für Kinder in Geborgenheit und Aufbruch“, so Nadine Coen.