Evangelische Einrichtung in Schwafheim Wie ein Kindergarten in Schwafheim „faire Kita“ wurde

Moers · Die Kinder sollen lokal und global gerechtes Handeln erlernen. Was sie während einer Projektwoche zum Thema Schokolade festgestellt haben und wie sie ihr Wissen auch in die Familien einbringen.

Erzieherin Annika Stepputat, Hausmeister Frank Tresp, Kita-Leiterin Kathrin Dudek und Kinder beim Anbringen der Auszeichnung.

Erzieherin Annika Stepputat, Hausmeister Frank Tresp, Kita-Leiterin Kathrin Dudek und Kinder beim Anbringen der Auszeichnung.

Foto: Kirchenkreis Moers

Der evangelische Kindergartens in Schwafheim ist als „faire Kita“ ausgezeichnet worden. Das teilte der Kirchenkreis Moers mit. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“, sagte Kathrin Dudek, Leiterin der Einrichtung an der Ackerstraße. „Mit den Kindern, Eltern, Mitarbeitenden und Presbyterinnen und Presbytern der Gemeinde haben wir gemeinsam beschlossen, den Kindern vorzuleben, dass Fairness nicht nur im Alltag im engen Umfeld möglich ist, sondern auch weltweit.“

Die Mädchen und Jungen haben zum Beispiel in einer Projektwoche gefragt, woher eigentlich die Schokolade kommt, wie die Kakaobohnen gepflanzt und geerntet werden. Sie stellten dabei fest, „dass fair produzierte Schokolade genauso lecker ist, wie die, die den Kriterien nicht entspricht“, so der Kirchenkreis. „Darüber hinaus haben sie Saft aus fair produzierten Orangen gepresst. Sie lernten das Fair- Trade-Label kennen und erlebten, dass der Kindergarten Tee und Kaffee für die Erwachsenen, Kakao und Honig für die Kinder aus dem Eine-Welt-Laden in Asberg bezieht, und damit konkret Menschen- und Kinderrechte stärkt.“ Zudem werde nach wie vor frisches regionales Obst und Gemüse aus der Umgebung gekauft. „Mittlerweile gehen die Kinder beim Familieneinkauf mit sehr offenen Augen mit“, berichtete Erzieherin Annika Stepputat.

„Die Zertifizierung gilt bis zum Jahr 2027“, erklärte Kathrin Dudek „Dann müssen wir uns rezertifizieren lassen. Das ist gut, denn so haben Eltern immer die Gewissheit, dass ihre Kinder von Anfang einen weltoffenen Blick bekommen.“

Das Konzept der fairen Kita folgt den Prinzipien des Netzwerks Faire Metropole Ruhr. Durch die Verwendung von fairen Produkten in den Einrichtungen sollen Erzieherinnen, Eltern und Kinder Verantwortung für einen fairen und nachhaltigen Konsum übernehmen. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, Brot für die Welt und Misereor. Weitere Infos unter www.faire-kita-nrw.de

(pogo)
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