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Unsere Woche: Wenn die Wege verfallen, stockt der Verkehr

Unsere Woche : Wenn die Wege verfallen, stockt der Verkehr

Liebe auto-, motorrad- und Lkw-fahrenden Mitmoerser, wir müssen jetzt alle zusammen bitte ganz, ganz stark sein, denn - in der kommenden Woche wird's richtig nervig! Am Montag starten auf der Römerstraße die für die Kanalsanierung notwendigen Bodenuntersuchungen, bei denen der Kampfmittelräumdienst mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sucht.

Dafür muss die Römerstraße im Bereich nördlich der Einmündung zur Kirschenallee voraussichtlich für eine Woche komplett gesperrt werden. Zur Erinnerung: Die Römerstraße führt östlich um das Stadtzentrum herum und leitet zum Beispiel den Verkehr, der von der A 40 kommt, in Richtung Rheinberg und umgekehrt. Mit der Sperrung wird also eine Hauptverkehrsschlagader verschlossen. Im schlimmsten Fall bedeutet sowas einen Infarkt. Zumal auf der Römerstraße auch zwischen Homberger und Essenberger Straße gearbeitet wird. Dort wollte man mit dem Kanalsanieren und Radwegebauen eigentlich fertig sein. Dann kam allerdings die Realität dazwischen. Wir lernen: Ein Plan ist eben nur ein Plan und alles Jammern nutzt auch nichts. Fakt ist: Seit 2015 ist die Enni Stadt & Service Eigentümerin des circa 450 Kilometer langen Moerser Kanalnetzes. Auf rund 100 Kilometern gibt es akuten Sanierungsbedarf. Der jahrzehntelange Stau bei der Erneuerung von daseinsrelevanter Infrastruktur macht sich jetzt bemerkbar. Und das ist kein Moerser, sondern ein deutschlandweites Problem. Wenn die Wege verfallen, stockt der Verkehr. Kommen Sie trotzdem gut durch die Woche!

julia.hagenacker@rheinische-post.de

(RP)