Rheurdt: Weitere Rindermastanlage im Landschaftsschutzgebiet

Rheurdt : Weitere Rindermastanlage im Landschaftsschutzgebiet

Die Fraktion von Bündnis 90/Grüne in Rheurdt äußert sich skeptisch zu dem Antrag, eine weitere Rindermastanlage auf Gemeindegebiet zu errichten. Dabei geht es laut dem Fraktionsvorsitzenden Frank Hoffmann "um die Erweiterung einer Hofstelle am Bergdahlsweg".

Geplant sei dort eine Mehrzweckhalle mit angebautem Bullenmaststall für 40 Tiere. "Ergänzt werden soll die Halle um eine Mistplatte, eine Fahrsiloanlage und eine unterirdische Sickerwasserzisterne." Die Hofstelle solle als Nebenerwerbsbetrieb geführt werden, erklärt Hofmann in einer Pressemitteilung.

Die Nachricht, dass auf einer Fläche an den Schaephuysener Höhen eine Rindermastanlage entstehen soll, hatte vor einigen Monaten eine kontroverse Debatte ausgelöst. Der Schaephuysener Landwirt Peter Benger möchte auf der Fläche rund 250 Rinder unterbringen. Der Beirat der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Kleve hatte das Vorhaben gebilligt.

Weiterhin gegen die Pläne sind die Grünen in Rheurdt und auf Kreisebene, sie haben die Bezirksregierung um eine Stellungnahme gebeten. Die Kreisbehörde bearbeitet zurzeit, wie es das normale Verfahren vorsieht, Stellungnahmen mehrere Institutionen. Dies könne noch eine Weile dauern, teilte Kreissprecherin Ruth Keuken mit.

Kritisiert wurde im Falle dieser Anlage vor allem, dass sie in einem Landschaftsschutzgebiet entstehen soll. Und dies sei auch bei der neu beantragten Mastanlage der Fall, betont Frank Hofmann. Die Stelle sei nur "wenige hundert Meter von der Littard" entfernt, die ein schutzwürdiges Flora-Fauna-Habitat sei. Die Grünen sind der Auffassung, dass der Antrag wenig Chancen auf Verwirklichung hat.

Udo Hövelmans, Fachbereichsleiter der Rheurdter Verwaltung, bestätigt, dass der genannte Antrag vorliegt.

"Wir als Verwaltung sind mit dem Vorhaben einverstanden, falls die Landwirtschaftskammer zu dem Schluss kommt, dass es wirtschaftlich nötig ist." Was den Aspekt des Landschaftsschutzes betreffe, sei die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Kleve verantwortlich.

(s-g)
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