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Moers: Weihnachtspäckchen für Repelener Kinder

Moers : Weihnachtspäckchen für Repelener Kinder

Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule stellten 60 Geschenkkartons zusammen, die in der Emanuel-Felke-Schule verteilt wurden.

Hoch mit Weihnachtsgeschenken bepackt war der Wagen, der von Rabea Kroppen, der Schülersprecherin der Anne-Frank-Gesamtschule, und Ayse Tuncel, Mitglied der Schülervertretung, gezogen wurde. Sie stellten ihn Dienstagnachmittag bei Friedhelm Balo, dem Leiter der Emanuel-Felke-Grundschule ab. Kurz darauf wurden die Weihnachtspäckchen von Schulsozialarbeiter Boris Heinsch an Kinder des Offenen Ganztages verteilt. Und die konnten kaum erwarten, die Päckchen zu öffnen.

"Es ist Weihnachten. Da verschenkt man gern etwas, besonders vor Ort", erklärt Rabea Krappen, wie sie auf die Idee kam, für Kinder in Repelen zu sammeln, die sonst nicht so reichlich zu Weihnachten oder Neujahr beschenkt werden. Das war Mitte November. Schnell überzeugte die 16-Jährige die anderen Schüler in der Schülervertretung, etwa Ayse Tuncel. "Wir haben als Kind selbst gerne Geschenke angenommen", erläutert die 17-Jährige, warum sie von der Idee begeistert war. "Deshalb ist Schenken etwas Schönes." Innerhalb weniger Tage holten die beiden zusammen mit den anderen Schülervertretern auch Lehrer mit ins Boot, beispielsweise Dr. Gregor Prumbs, Daniela Schmedes und Vanessa Kleppel. Und sie überzeugten Schulleiterin Hannegret Gucek-Rehn von der Idee der Weihnachtspäckchen.

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Die Schülervertreter stellten eine Liste zusammen, was in die Päckchen kommen kann, beispielsweise Buntstifte oder Schulhefte, Socken und Schals, Plätzchen oder Schokolade. Ausgeschlossen waren Hexenartikel, Kriegsspielzeug und Gummibärchen sowie andere Süßigkeiten, die Gelatine vom Schwein enthalten können, da viele Kinder muslimischen Glaubens die Emanuel-Felke-Schule besuchen.

In den vergangenen zwei Wochen verzierten Schüler der 6., 7. und 8. Klassen der Anne-Frank-Gesamtschule vor allem im Fach "Soziales Lernen" Schuhkartons mit weihnachtlichem Papier, um sie anschließend mit ihren Geschenken zu packen und bei der Schülervertretung zwischen zu lagern. 60 wurden es insgesamt.

"Meine Schüler wollten gar nicht mehr aufhören und würden sofort wieder packen wollen", erzählt Lehrerin Daniela Schmedes. "Viele von ihnen waren vorher ja auf der Emanuel-Felke-Schule." Deshalb soll im nächsten Jahr die Idee erneut umgesetzt werden, dass größere Schülern kleineren Weihnachtspäckchen schenken. Für dieses Jahr sprach Friedhelm Balo, der Leiter der Grundschule, den Gesamtschülern ein "dickes Kompliment" aus: "Ihr setzt vor Ort eine Geste, ein Zeichen."

(got)