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Weihnachtsmarkt in der Grafenstadt So viel kosten Glühwein, Poffertjes und Co. in Moers

Moers · Gut 60 festlich geschmückte Holzhäuschen stimmen auf die vorweihnachtliche Zeit in der Grafenstadt ein. Wie tief der Gast beim Bummel über den Kastellplatz bei Leckereien und Getränken in die Tasche greifen muss.

Weihnachtsmarkt Moers 2023: Budenzauber, Glühwein & Churros - die Bilder
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Weihnachtsmarkt 2023 in Moers – der Budenzauber hat begonnen

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Foto: Norbert Prümen

Der Glühwein auf dem Moerser Weihnachtsmarkt schmeckt. Er gehört zum Weihnachtsmarkt wie die Weihnachtskugel am Tannenbaum. Mit einsetzender Dämmerung füllte sich der Kastellplatz an den ersten beiden Tagen schnell an den Weinständen. Dort bildeten sich Menschentrauben. Vor allem das Wetter spielte mit angenehm kühlen Temperaturen mit. Das Wochenende war allerdings wettertechnisch eher durchwachsen. „Wir freuen uns auf insgesamt 35 Tage Weihnachtsmarkt“, erklärte Dirk Aberfeld, Vorsitzender vom Verein Niederrheinischer Schausteller.

 Lichterglanz und Budenzauber erlebt man in Moers seit Freitagabend und an insgesamt 35 Tagen.

Lichterglanz und Budenzauber erlebt man in Moers seit Freitagabend und an insgesamt 35 Tagen.

Foto: Norbert Prümen

Die meisten Gäste drehten zunächst eine Runde über den Platz, trafen Bekannte und machten spontan den Stopp an einem der Getränkestände klar. „Der erste Gang dient immer der Orientierung. Wer steht wo und welcher Stand ist neu. Klar, guckt man auf die Preise und vergleicht. Aber zu Anfang lassen wir die Atmosphäre auf uns wirken. Da vergisst man, was im Moment in der Welt los ist“, berichteten die Besucher Martin (46) und Ellen (42).

Im Vergleich zum letzten Jahr haben sich die Preise nicht stark verändert, sind aber leicht angepasst. So kosten Backfisch und Schaschlik sieben Euro, Currywurst fünf, Flammkuchen um zehn Euro. Drei Reibekuchen kosten fünf Euro, im letzten Jahr noch 4,50 Euro. Klassiker bestimmen die süßen Leckereien, wie gebrannte Mandeln. 250 Gramm kosten sieben Euro, Baumstriezel, beispielsweise klassisch mit Zucker und Zimt wie im letzten Jahr, fünf Euro. Für 100 Gramm gebrannte Walnüsse zahlt der Gast vier Euro, für 200 Gramm sieben Euro, für Crêpes um vier Euro und für die Tüte Maronen fünf Euro.

Partystimmung herrscht vor und in der mobilen Almhütte Ox von Philipp und Belinda Traber. Meist junge Leute feiern dort die Eröffnung des Weihnachtsmarktes. Nicht minder gemütlich geht es an den anderen Glühweinständen zu. Bei der Moerser Familie Bruch ist die Zubereitung der Feuerzangenbowle alleine schon ein Hingucker, wenn Michael Kaschni die Zuckerhüte anzündet. 30 Liter fasst der Kupferkessel. 4,50 Euro kostet das Heißgetränk, wie auch der Eierpunsch, vier Euro der Lumumba. Alkoholfreier Kakao und Cappuccino schmecken für drei Euro.

Den Eröffnungstag bezeichnete seine Kollegin Fatima Santos als gelungen. „Wenn das Wetter trocken bleibt, sind wir alle zufrieden.“ Als Favoriten gelten dort weißer Glühwein, heiße Kirsche und Feuerzangenbowle. Damit sich die Gäste wohlfühlen, bieten die meisten Glühweinstände zusätzlich Räumlichkeiten, wie am Stand von Michael Zajuntz. Eine offene Hütte mit Sternenhimmel bauen die beiden Lions-Clubs seit 40 Jahren auf. Auch der klassische Glühwein nach geheimer Rezeptur schmeckt und duftet. Zum Rotwein kommen unter anderem Orangenstückchen, für die es auch Picker gibt. Der Apfelpunsch kostet drei Euro, mit Schuss vier Euro, wie auch der Glühwein.

„Wir erleben einen Megastart. Die Menschen wollen wieder ausgehen, sich mit anderen Menschen treffen und gute Gesellschaft genießen“, so die Beobachtungen von Thomas Hannen und dem Lions-Präsidenten Udo Kablitz. „Jeder fährt sein eigenes Gastro-Konzept und will seinen Gästen etwas bieten. Dauerthema bleibt für uns die Personalfrage, aber auch der Preisanstieg der Lebensmittel“, betont Dirk Aberfeld.

In seinem Winterdorf kostet der heiße Aperol fünf Euro, hinzu kommen, wie bei den meisten auch, zwei Euro Tassenpfand. Zu kaufen gibt es die ersten Präsente wie Lederwaren, Kerzen, Schmuck und adventliche Deko. Die Fahrt auf dem Kinderkarussell kostet drei Euro, 2,50 Euro das Leihen von Schlittschuhen wie der Besuch der Eisbahn. Kinder freuen sich über Kasperletheater und Märchenbaum. Es fehlt das Riesenrad. Mit Spannung wird der mittelalterliche Kunsthandwerkermarkt am ersten Advent vor dem Schloss erwartet. „Wir erleben eine Premiere“, freut sich Alicia Weidenfeld von Moers-Marketing.

Kleiner Wehmutstropfen: „Der Vandalismus hat zugenommen. Deko in der Fußgängerzone wird oft geklaut oder zerstört.“

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