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Weihnachtsmarkt Moers 2021: Corona-Regel - 2G-Regel gilt auch draußen

Auch draußen : 2G-Regel auf Moerser Weihnachtsmarkt

In der Grafenstadt werden die Zugangsregeln für öffentliche Veranstaltungen verschärft. Auf dem Weihnachtsmarkt hilft eine App bei der Kontrolle. Ob im November noch Karnevalssitzungen stattfinden, ist offen.

Angesichts rasant steigender Infektionszahlen hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst am Dienstag eine landesweite 2G-Regelung für den Freizeitbereich angekündigt. Das heißt, Menschen, die nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-Erkrankung genesen sind, sind dann von öffentlichen Feiern, Märkten, Konzerten und dergleichen ausgeschlossen. In besonders sensiblen Bereichen soll sogar 2G plus gelten, also aktuelle Tests auch für Geimpfte und Genesene. Das betrifft laut Wüst unter anderem Karnevalssitzungen. Ob sich alle Besucher an die Vorgaben halten, müssen die Veranstalter kontrollieren. Was heißt das für die Veranstaltungen?

Michael Birr, der als „Moers Marketing“-Chef für die Organisation und damit auch für den Infektionsschutz auf dem Moerser Weihnachtsmarkt verantwortlich ist, sieht sich und sein Team gut vorbereitet. Zwar sah die Planung ursprünglich eine 2G-Regelung nur in Innenbereichen vor. Jetzt wird aber auch draußen auf 2G umgeschwenkt.

„Vorgesehen sind stichprobenartige Kontrollen, und zwar vor allem an den Stellen, an denen viele Menschen zusammenkommen und sich über einen längeren Zeitraum aufhalten – also zum Beispiel an den Glühweinständen“, sagt Birr. „Den Check an den Ständen übernehmen die Mitarbeiter der Betreiber selbst, auf der Fläche kontrolliert ein Sicherheitsdienst im Auftrag von Moers Marketing, der städtische Ordnungsdienst arbeitet autark. Mit dem Weihnachtsmarkt hat die Stadt aber eigentlich nichts zu tun.“ 

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Damit die Kontrollen einfach und sicher ablaufen, wurden in Moers alle Gastro-Betriebe auf dem Weihnachtsmarkt mit einer App namens „CheckerCovi“ ausgestattet. Diese scannt die offiziellen Daten und Zertifikate der Corona-Warn-App sowie der CovPass-App und registriert automatisch den Impf-, Genesungs- und Teststatus – inklusive Name und Ablaufdatum.

Und im Karneval, wie sieht es da aus? In Moers sind die Närrinnen und Narren früher als andere in die Session gestartet. Außerdem haben sie von Anfang an freiwillig die 2G-Regelung eingehalten. Ob sie sich in den kommenden Tagen noch zu ihren letzten geplanten Veranstaltungen vor der Advents- und Weihnachtspause treffen können, ist derzeit dennoch offen.

„Wir haben am Montagmorgen erfahren, dass das Comitee Düsseldorfer Carneval für die nächsten zwei Wochen Karnevalsveranstaltungen abgesagt hat“, sagt Joachim Fenger, Vizepräsident des Kulturausschusses Grafschafter Karneval. „Der geschäftsführende Vorstand und das Prinzenpaar haben sich kurzgeschlossen. Wir stehen in engem Kontakt zu Bürgermeister Christoph Fleischhauer. Uns liegen keine Verbote für größere Veranstaltungen vor. Wir haben hier nicht so hohe Inzidenzwerte wie in Düsseldorf. Daher warten wir die Entwicklung ab.“

Den 24 Karnevalsvereinen und Karnevalsgesellschaften zwischen Homberg, Rheinhausen, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Moers, die sich unter dem Dach des Kulturausschusses Grafschafter Karneval zusammengeschlossen haben, kommt der frühe Start in die Session zugute. Sie begann bereits an dem Samstag vor dem traditionellen Start am 11.11., also am 6. November, mit dem Hoppeditzerwachen der Grafschafter Funken, zu dem 650 Närrinnen und Narren in das Viva Event- und Freizeitzentrum nach Neukirchen-Vluyn gekommen waren. Die Feiern der meisten Gesellschaften gehen am Wochenende nach dem 11. November über die Bühne.

„Danach gibt es nur noch wenige Veranstaltungen vor der Advents- und Weihnachtspause“, sagt Kulturausschuss-Pressesprecherin Mareike Nußbaum. „Am kommenden Freitagabend ist Prinzenempfang im Haus Engeln in Asberg, am Samstagabend, 20. November, ist die Senatorenernennung der KG Humorica beim Tennisclub Asberg und für Freitag, 26. November, ist die Standquartiereinweihung im Haus Engeln geplant.“ Daneben gibt es mehrere kleinere Veranstaltungen.

„Eine Absage wäre schade“, sagt Mareike Nußbaum. „Die Karnevalisten haben sich bei den Veranstaltungen freiwillig an die 2G-Regelung gehalten, obwohl sie bisher nur die 3G-Regelung gebraucht hätten.“