1. NRW
  2. Städte
  3. Moers

Wasserverbund will Versorgung mit Trinkwasser am Niederrhein sichern

Wasserverbund Niederrhein investiert : Neuer Wasserspeicher für die Region

Der Trinkwasser-Bedarf in der Region kann trotz Trockenheit gedeckt werden. Der Wasserverbund Niederrhein will die Versorgung durch weitere Investitionen zusätzlich absichern.

Der Sommer 2020 ist heiß und trocken – so wie auch die Sommermonate der vergangenen Jahre. Das wirft bei vielen die Frage auf, wie es um die Trinkwasserversorgung in der Region steht. Gibt es trotz Hitze ausreichend Wasser? Der Wasserverbund Niederrhein (WVN) beruhigt: Der Verbund ist Vorlieferant für die großen Stadtwerke und Wasserversorger in der Region und sieht sich gut gerüstet für weitere Trockenzeiten und steigenden Wasserbedarf.

Der Trinkwasserbedarf für die rund 250.000 Einwohner im Gebiet des Wasserverbunds wird durch zwei Wasserwerke gedeckt: das Werk in Binsheim und das in Moers-Gerdt. Über ein 75 Kilometer langes Transportnetz wird das Wasser zu den Kunden gepumpt. Das Trinkwasser für die Stadt Kamp-Lintfort und die Gemeinden Rheurdt, Kerken und Issum stammt vollständig aus den Wasserwerk Moers-Gerdt. Das Werk in Binsheim beliefert vorrangig den Versorgungsbereich des Kommunalen Wasserwerks (KWW), das für die rund 75.000 Einwohner der Städte Rheinberg und Xanten sowie der Gemeinden Alpen und Sonsbeck zuständig ist.

Der WVN und das KWW kooperieren; der Wasserverbund Niederrhein steuert zur Deckung des Bedarfs von drei Millionen Kubikmetern Wasser im Bereich des Kommunalen Wasserwerks etwa ein Drittel bei. Um die Versorgung in den Kommunen zu sichern, hat der Wasserverbund kürzlich eine zweite Transportleitung in Betrieb genommen. Der Kostenpunkt: rund 800.000 Euro. Weitere Investitionen sind geplant. So plant die Gesellschaft den Bau eines zusätzlichen Wasserspeichers für rund 4,3 Millionen Euro. Damit sollen auch Spitzenbedarfe besser abgedeckt werden können.

Damit die Wasserressourcen in der Region vor schädlichen Einträgen geschützt werden, gilt beispielsweise das Areal rund um die Gewinnungsanlagen im „Binsheimer Feld“ als Wasserschutzgebiet. Um bei steigendem Wasserbedarf ausreichend Trinkwasser liefern zu können, verfügt der WVN im „Gindericher Feld“ über ein weiteres Wasserschutzgebiet.

Diese Reserve ist wichtig für den Fall, dass der Klimawandel und demografische Entwicklungen in den kommenden Jahren den Wasserbedarf in der Region steigen lassen und bestehende Ressourcen nicht mehr ausreichen.

(RP)